Rheinfelden Stadt sagt drei Großereignisse ab

Neben den Wirtschaftsgesprächen und dem Weihnachtsmarkt sagt die Stadt auch das Silvesterfeuerwerk ab.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt hat gestern drei Großveranstaltungen in der Löwenstadt abgesagt. Die Corona-Pandemie verlange diese Entscheidung, hieß es beim Pressegespräch.

Von Ulf Körbs

Rheinfelden. Die Opfer sind die Wirtschaftsgespräche, der Weihnachtsmarkt und das Silvesterfeuerwerk. Die Begründungen sind aber unterschiedlich.

Wirtschaftsgespräche

Die im Jahr 2013 von der städtischen Wirtschaftsförderung ins Leben gerufenen „Rheinfelder Wirtschaftsgespräche“ leben nicht nur von dem Vortragsteil, sondern auch – wie der Name es schon andeutet – auch vom persönlichen Kontakt der Teilnehmer untereinander, erläuterte Wirtschaftsförderer Elmar Wendland. Zwar sei die Veranstaltung auch in abgespeckter Form, also ohne das „Netzwerken“, nämlich nur als Vortragsveranstaltung denkbar. Hierbei könne man das notwendige Abstandsgebot und die Hygienemaßnahmen gewährleisten. Doch dies sei bei dem für Eberhardt fast noch wichtigeren Gesprächsteil fast nicht zu bewerkstelligen. „Doch dann sind es nicht mehr die Wirtschaftsgespräche“, gab Wendland zu bedenken und bedauerte wie das Stadtoberhaupt die Absage dieser Veranstaltung, die mittlerweile auch eine Ruf in der Region habe.

Weihnachtsmarkt

Ähnlich liegen die Gründe für die Weihnachtsmarkt-Absage. „Das Wesentliche dabei ist doch das Zusammenstehen in Gruppen bei einem Glühwein“, argumentierte Eberhardt. Doch dann sei ein Hygienekonzept nicht umsetzbar, wie Ordnungsamtsleiter Dominic Rago bestätigte. Allerdings sagte der Wirtschaftsförderer Überlegungen zu, wie in der Innenstadt für vorweihnachtliche Stimmung gesorgt werden kann.

Silvesterfeuerwerk

„Das ist doch richtig Party“, charakterisierte der Rathauschef das grenzüberschreitende Silvesterfeuerwerk. Bei einem solchen Ereignis wären aber die Corona-bedingten Sicherheitsvorkehrungen nicht durchführbar. Ungezählte Menschen auf einem geballten Platz in einem begrenzten Zeitrahmen – das seien zu viele Risiken. Allzumal man noch nichts über die Entwicklungen im Herbst und Winter sagen könne. Daher sei man mit den Schweizer Partner übereingekommen, in den sauren Apfel zu beißen und abzusagen.

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