Rheinfelden Thema Dinkelberg bleibt ausgespart

Was mit der Dinkelbergschule in Eichsel und Minseln (Foto) künftig passiert, soll erst im Herbst im Gemeinderat diskutiert und entschieden werden.Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Das Thema Bildung und damit die Schulen liegen Stadt und Gemeinderat sehr am Herzen. Die Einrichtungen fit und zukunftsfähig zu machen, heißt das Ziel. Nach dem ersten Aufschlag vor rund zwei Monaten im Hauptausschuss (wir berichteten) verständigte sich jetzt der Gemeinderat auf eine Schulentwicklungsplanung mit mittel- und langfristigen Zielen.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Zu Rate gezogen worden war dabei auch das Fachbüro „Konzept K“ aus Bayern. Einstimmig votierte das Gremium am Donnerstagabend für ein planvolles Vorgehen mit konkreten Vorgaben und diversen Prioritätsstufen.

Basierend auf den aktuellen und prognostizierten Schülerzahlen ist klar: Es besteht deutlicher Handlungs- und Investitionsbedarf, um die Rheinfelder Schullandschaft in den nächsten knapp zwei Jahrzehnten auf Vordermann zu bringen. Schritt für Schritt sollen die Projekte angegangen werden.

Real- und Schillerschule sollen unter ein Dach

Konkret heißt das: In der Priorität eins steht ein Gemeinschaftsbau für Realschule und Schillerschule. Die ersten Planungsraten sollen im Haushalt 2022 eingestellt werden. Ganz wichtig für den Gemeinderat ist, dass beide Schulen künftig mehr kooperieren müssen. Vordringlich ist weiterhin eine Erweiterung der Scheffelschule in Herten.

Offene Fragen für die Schulen des Dinkelbergs

Was hingegen mit den Schulen auf dem Dinkelberg in Minseln und in Eichsel passieren soll, ist nach scharfer Kritik aus den Ortschaftsräten (wir berichteten ausführlich) vorerst aufgeschoben. Jetzt sollen zuerst Fragen geklärt werden, wie: Was kostet die Ertüchtigung der Minselner Schule? Was kostet die Sanierung der Schule in Eichsel, und ist das Gebäude, falls es als Schule wegfallen sollte, umbaufähig zu einer Kita? Im Herbst soll speziell das Thema „Schule auf dem Dinkelberg“ in die Gremien kommen, um es detailliert zu beraten.

Hebelschule: Container keine Dauerlösung

An der Hebelschule Nollingen wurde zwar mit Containern die Raumnot gelindert. Mittelfristig muss aber ein Anbau oder auch das Integrieren der Schüler aus dem denkmalgeschützten alten Schulgebäude her. Noch nicht einkalkuliert werden potenzielle Schülerzahlen und etwaige Neubauten aus dem geplanten Baugebiet „Cranachstraße Ost“. Bis dieses Gebiet tatsächlich spruchreif wird, werden aber noch viele Jahre ins Land ziehen.

Fest steht aber insgesamt: Es wird Investitionen in Millionenhöhe bedürfen, um die Schule der Zukunft auf den Weg zu bringen.

Die jetzt beschlossene Schulentwicklungsplanung begrüßt grundsätzlich auch Frank Grimberg, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates. Er drängt indes auf ein zügiges Abarbeiten der anstehenden Maßnahmen in den nächsten neun bis zehn Jahren, wie dies bereits bei einem eigens initiierten Mini-Schulgipfel betont worden sei. „Wir brauchen neben der Pflicht auch die Kür“, fordert Grimberg. Gute Bildung und auch gut ausgestattete Schulen seien schließlich ein wichtiger Standortfaktor.

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