Rheinfelden Trotz Corona gut aufgestellt

Froh sind die Floriansjünger, dass es eine sehr gute Zusammenarbeit mit Rheinfelden/Schweiz gibt. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden (lu) - Trotz Corona: „Für die Feuerwehr war 2020 ein normales Jahr.“ Das machte Feuerwehrkommandant Dietmar Müller in seiner Bilanz deutlich, die er in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses präsentierte.

Diese Feststellung bezog er allerdings nur auf die Einsatzzahlen. Denn große Sorgen bereitet ihm mittlerweile der Bereich Jugend und Feuerwehrnachwuchs. Coronabedingt gibt es keine Treffen, keine Proben, keine Feste: „Uns fehlen derzeit ganz einfach die Kontaktmöglichkeiten zu jungen Leuten“, bedauerte er.

Schon länger habe es keine Besuche in Grundschulen mehr gegeben, um von Klein auf die Begeisterung für die Wehr zu entfachen. Und so ging die Zahl der Mitglieder in der Jugendfeuerwehr von 85 auf 74, davon 18 weiblich, zurück.

Insgesamt blieb aber die Mitgliederzahl mit 503 (Vorjahr 510) in den Abteilungen Aktive, Altersmannschaft, Jugend und Musikkorps stabil. Die Zahl der Aktiven stieg sogar um 14 auf 264 (davon 14 Frauen). Und die leisteten insgesamt 2311 Einsatzstunden bei 217 Alarmeinsätzen, wovon rund 60 Prozent auf technische Einsätze entfielen.

Was Dietmar Müller außer der Jugendproblematik noch beunruhigt, ist der coronabedingt drastische Rückgang von Teilnahme an Lehrgängen und Fortbildungen. Waren es früher kreisweit 30 Feuerwehrkameraden, so konnten zuletzt lediglich neun fort- und ausgebildet werden. Der Kommandant sprach von einem größeren Fortbildungsstau.

Spezieller Ehrungstag

Einen weiteren Stau hat er im Bereich Ehrungen ausgemacht. Weil die Generalversammlung im vergangenen Jahr ausfiel und auch dieses Jahr bei dem Termin, der auf Juli verschoben wurde, weitere zahlreiche Ehrungen anstehen, schlug er einen eigenen Ehrungstag vor. Dieser Vorschlag stieß nicht nur bei den Mitgliedern des Hauptausschusses auf Zustimmung, sondern auch bei OB Klaus Eberhardt.

Der Rathauschef hatte im Übrigen noch die Nachricht für die Feuerwehr parat, dass sich der offizielle Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus, auf das sich alle sehr freuen, noch ein wenig verzögert. Das habe aber allein finanzielle Gründe. Im Sommer kann die Stadt nämlich mit einer günstigeren Kreditfinanzierung für das Millionenprojekt kalkulieren.

Insgesamt sieht Kommandant Müller die Wehr gut aufgestellt und auch den Generationenwechsel sowie den Start des ersten hauptamtlichen Kommandanten gut vorbereitet. David Sommer als künftiger Hauptamtlicher hat jüngst die letzten Prüfungen abgeschlossen und wird in alle Belange der Feuerwehr eingearbeitet.

Dietmar Müller selbst wird spätestens im Mai 2023 den aktiven Dienst als ehrenamtlicher Kommandant beenden, da er altersbedingt mit 65 Jahren ausscheiden muss.

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