Rheinfelden Überlange Wartezeiten und Staus

Der Stau am Recyclinghof Herten reicht zeitweise bis auf die B 34 hinaus. Foto: Heinz Vollmar

Rheinfelden-Herten - Die bereits seit mehreren Wochen anhaltenden Wartezeiten auf beziehungsweise beim Recyclinghof in Herten sind für viele Kunden mittlerweile zu einem echten Ärgernis geworden. Von Wartezeiten von bis zu eineinhalb Stunden ist die Rede, was viele für unzumutbar halten. Gesprochen wird von unhaltbaren Zuständen, der Ruf nach Abhilfe wird laut.

Bis zu 1,5 Stunden Warten

Tatsächlich haben sich seit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygiene- und Abstandsregeln auch die Wartezeiten auf dem Recyclinghof massiv erhöht.

Wie Mitarbeiter auf dem Recyclinghof vor Ort erklären, seien sie dazu angehalten, lediglich vier Fahrzeuge gleichzeitig auf dem Hof abzufertigen. Diese Maßnahmen sind für viele Kunden, die nur einige wenige Kartons, Papier oder andere recycelbare Dinge entsorgen wollen, allerdings völlig unverständlich.

Sie reklamieren, dass sich selbst die wenigen Fahrzeuge im hinteren Bereich des Recyclinghofs aufstauen, weil dort die meisten Entsorgungscontainer platziert sind. Der vordere Bereich des Recyclinghofs ist derweil völlig frei, weil hier nur wenige oder gar keine Container vorhanden sind, in die man die unterschiedlichsten Materialien entsorgen kann. Die Kritiker machen daher hauptsächlich die Organisation auf dem Recyclinghof für die belastenden Wartezeiten verantwortlich.

Kritik an der Organisation

Zu teilweise gefährlichen Verkehrssituationen kommt es derweil im Einmündungsbereich des Recyclinghofes, wo die Fahrzeugschlange zeitweise bis auf die Bundesstraße B 34 hinaus reicht, bis sie aufgrund des hohen Aufkommens in den umzäunten Hofbereich einfahren kann.

Dass es in jüngster Zeit zu einem deutlich höheren Aufkommen am Recyclinghof in Herten kommt, hängt jedoch auch mit den Feiertagen zusammen.

Spricht man mit in der Schlange Wartenden, wird aber auch von einem höheren „Wegwerfpotenzial“ gesprochen, da sich einiges angesammelt habe. Unklar war in den vergangenen Tagen außerdem vielerorts, ob die ausgedienten Christbäume abgeholt werden dürften oder ob sie selbst entsorgt werden müssen. Auch dies führte zu einem höheren Besucheraufkommen am Recyclinghof.

Deutliche Unterschiede machen viele Besucher auch in Bezug auf die Organisation auf Recyclinghöfen im Landkreis Waldshut aus. Dort könnten beispielsweise auch gelbe Säcke abgegeben werden.

Auf der Deponie „Lachengraben“ – unmittelbar hinter Schwörstadt gelegen – gibt es darüber hinaus keine Verpflichtung, Kartonage und Papier zu trennen. Beide Materialien werden in ein und demselben Container gesammelt. Auch dies reduziert die Wartezeiten für die Besucher der Recyclinghöfe und der Deponien auf nur wenige Minuten.

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