Ringen Brugger legt physisch enorm zu

Uli Nodler
Elena Brugger kämpft sich zu Bronze. Foto: Kadir Caliskan

Sie ist wieder da. Elena Brugger hat sich nach Verletzungen und einer Corona-Infektion wieder nach oben gekämpft. Die 24-Jährige jubelte jüngst bei den Europameisterschaften in Budapest/Ungarn über ihre erste Medaille im Frauenbereich. Die Eichslerin erkämpfte sich Bronze. (wir berichteten) in der Klasse bis 59 Kilogramm. Es ist ihre achte Medaille auf internationalem Parkett.

Von Uli Nodler

Budapest/Eichsel. „Ich habe mich natürlich riesig über meine erste Medaille im Frauenbereich gefreut, nachdem ich in den vergangenen Jahren ziemlich Lehrgeld bezahlen musste und oft auch ohne Medaille nach Hause gefahren bin. Jetzt ist es umso schöner, dass sich die harte Arbeit bei der EM in Budapest ausgezahlt hat“, war Brugger mit sich und der Welt zufrieden.

Dabei begann die EM alles andere als vielversprechend. Brugger musste sich nach einer 4:2-Führung der Aserbaidschanerin Alyona Kolesnik noch mit 4:8 geschlagen geben. „Ich wurde gegen Ende des Kampfes ausgekontert. Da war ich nicht konzentriert“, merkte die Ringerin des TuS Adelhausen an. Eigentlich wäre da schon Schluss gewesen für Elena, doch im Limit bis 59 Kilogramm gingen nur sieben Ringerinnen über die Waage. Deshalb wurden in den ersten drei Runden die Halbfinal-Starterinnen ermittelt. Anschließend schulterte Brugger die Türkin Elin Yanik und stand im Halbfinale.

Dort zeigte sie vor der hoch dekorierten Moldawierin Anastasia Nichita zu viel Respekt und verlor deutlich. „Ich habe schon in der ersten Runde acht Punkte abgegeben. Da war in der zweiten Runde nichts zu machen.“

Im Kampf um Bronze traf die Eichslerin dann erneut auf Kolesnik: „Da ist mir die Revanche glänzend gelungen. Ich siegte mit 9:0 und hatte die Medaille.“

Sie habe – so Brugger im Gespräch – bei dieser Europameisterschaft eine Menge Erfahrungen sammeln können. „Wichtig ist es nun, dass ich zusammen mit meinem Trainerteam die richtigen Rückschlüsse aus diesem Auftritt bei den Europameisterschaften ziehe.“

Voll des Lobes war Bundestrainer Patrick Loes über seinen Schützling: „Die Elena kann jetzt international vorne mitringen. In Sachen Physis hat sie sich enorm gesteigert.“ Das lässt für die Zukunft auf weitere Erfolge hoffen, zumal Brugger als taktisch versierte und technisch hochklassige Ringerin gilt.

In dieser Woche hat sich Elena Brugger eine Pause gegönnt. Dann beginnen die Vorbereitungen auf weitere Wettkämpfe. Im Mai stehen die Deutschen Meisterschaften an, und vom 10. bis 18. September sind die Weltmeisterschaften in Belgrad /Serbien angesagt. Da will Elena Brugger nach ihrem eindrucksvollen EM-Auftritt unbedingt dabei sein.

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