Es ist vollbracht: Der KSV Rheinfelden hat bereits am 15. Kampftag die Oberliga-Meisterschaft perfekt gemacht. Nach dem 26:10-Heimsieg gegen den VfK Mühlenbach steht fest, dass die Hochrheinringer in der kommenden Runde in die Regionalliga Baden-Württemberg auf die Matte gehen werden.

Rheinfelden. Mit acht Punkten ging der Kraftsportverein durch Sulejman Ajeti (57 kg-Greco, Aufgabesieg) und Eduard Frick (130 kg-Freistil, kampflos) in Front. Doch die Gäste aus dem Kinzigtal glichen schnell wieder aus. Genc Ajeti (61 kg-Freistil) wurde beim Fluchtversuch aus der gefährlichen Lage geschultert und Roland Berde (98 kg-Greco) fand vor allem in der Bodenlage keine Mittel.

Die Mühlenbacher hatten die Pausenführung schon vor Augen, als in der 66 kg Greco-Klasse Rheinfeldens Fabian Wepfer schnell mit 0:5 zurücklag. Doch der Wyhlener gab nach der Pause Vollgas und zog souverän vorbei. Sein 8:5-Erfolg markierte den 10:8-Halbzeitstand.

Noch drei Erfolge mussten nun für den vorzeitigen Sieg her. Entsprechend motiviert schritt Sebastian von Czenstkowski (86 kg-Freistil) zur Sache. Dabei durften die mittlerweile obligatorischen Beinschrauben nicht fehlen. Kurz vor dem Ende der zweiten Minute gelang ihm der Schultersieg beim Stand von 17:2. Sein Bruder Vincent (66 kg-Freistil) machte es noch schneller – er brauchte 70 Sekunden zum nächsten Vierer. Somit hatte der Pechvogel der Vorwoche, Benedikt Rebholz (86 kg-Greco), den Matchball, den er sich auch nicht nehmen ließ. Souverän punktete er. Mit zwei Durchdrehern zu Beginn der zweiten Runde war es dann soweit: Technisch überlegener Punktsieger. Der KSV war von Mühlenbach nicht mehr einzuholen. Mission Titel: geschafft.

Geschafft zeigte sich anschließend auch Weltergewichtler Manuel Kingani. Krankheitsbedingt geschwächt stellte der Greco-Spezialist sich dennoch für die Mannschaft zur Verfügung. Zwar führte er bereits nach einer Minute 5:0, doch war damit dann der Rest-Akku verbraucht. Sichtlich angeschlagen ging er in die zweite Runde und musste sich gegen den 41-jährigen VfK-Oldie Paul Vollmer 7:14 geschlagen geben. Kleiner Trost für die Gäste – immerhin zweistellig. Andrius Reisch (75 kg-Freistil) blieb seiner Linie treu und zeigte nochmals einen schönen Freistilkampf, den er nach knapp vier Minuten mit 16:0 triumphierend beendete.

Nach Jahrzehnten in der Bezirksliga, vier Jahren Verband- und zwei Jahren Oberliga betritt der KSV im kommenden Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte die Matten der Regionalliga. Dann sind hier vier Oberrhein-Teams vertreten.