Ringen Es gilt ein dickes Brett zu bohren

Rheinfelden-Adelhausen - Der Hick-Hack um die Schlawinereien des SV Wacker Burghausen und die anschließend wenig nachvollziehbare Entscheidung des Deutschen Ringerbundes (DRB) hat den TuS Adelhausen Nerven, aber sicherlich keine Sub­stanz gekostet.

Mag das 13:13-Unentschieden im Hinkampf auch alles andere als eine komfortable Ausgangsposition sein, so werden die Schützlinge des TuS-Trainergespanns Florian Philipp und Bernd Reichenbach am morgigen Samstag in Oberbayern sicherlich mit einer „Jetzt-erst-recht-Haltung in das entscheidende Halbfinal-Duell gehen. Nicht wie Burghausen, werden die Adelhausener schon heute die Reise nach Oberbayern antreten.

Der Bundesligist vom Dinkelberg hat zwar fristgerecht Beschwerde gegen die Entscheidung des DRB-Verwaltungsgerichts eingelegt, doch die Wahrscheinlichkeit dürfte nicht allzu groß sein, dass die hohen Herren noch einmal einen Rückzieher machen.

Beim SV Wacker Burghausen ist man sich keiner Schuld bewusst. Stattdessen gießt Abteilungsleiter Jürgen Löblein weiter Öl ins Feuer: „Ich lasse nicht gelten, dass die Adelhausener Verantwortlichen von einem Nachteil an der Waage sprachen. „Wir mussten unsere Liste auch blind abgeben, wir hatten ja keinen Einblick in die Wiegeliste von Adelhausen. Außerdem war eine gemeinsame Waage abgesprochen, aber daran hat sich Adelhausen nicht gehalten. Mir ist schon klar, warum Adelhausen um 18.45 Uhr auf die Waage gegangen ist: So hatten die Adelhauser Ringer, die Gewicht gemacht haben, eine Stunde Zeit, um etwas zu essen und zu trinken. Die Wettkampfvorbereitung war für den Gegner eindeutig günstiger.“

Hoppla, das ist starker Tobak. TuS-Chef Timo Zimmermann will sich dazu nicht mehr äußern. Vielmehr sagt er vor dem entscheidenden Duell: „Der TuS Adelhausen wird seine Antwort in Burghausen auf der Matte geben.“ Gleichwohl räumt er der Beschwerde durchaus die Chance ein, dass von Seiten des Verbandes das erste Urteil wieder umgestoßen wird.

Ist dem nicht so, geht es für beide Klubs im entscheidenden Halbfinal-Rückkampf wieder von vorne los. Das heißt: „Alles steht wieder auf Null. Die Jungs sind heiß, wollen unbedingt ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft einziehen“, gibt sich Coach Philipp kämpferisch.

Natürlich ist auf beiden Seiten die Aufstellung absolut geheim. Allerdings ist jetzt schon klar, dass Wacker Burghausen auf einen wichtigen Kämpfer verzichten muss. Matthias Maasch, der Greco-Spezialist in den Gewichtsklassen mit 71- und 75 Kilogramm, ist gesperrt, weil er beim Hinkampf in Adelhausen die Rote Karte sah.

Aber auch der TuS muss auf einen Leistungsträger verzichten. Greco-Halbschwergewichtler Peter Öhler muss verletzungsbedingt passen. Für ihn könnte morgen der Schwede Zakarias Berg in die Bresche springen. Es wäre sein erster Saisoneinsatz im Adelhausener Trikot. Und im Freistil-Schwergewicht ist mit Nick Matuhin zu rechnen.

Keine Frage: Wie der Hinkampf zeigte, dürfte der TuS in den beiden leichtesten und schwersten Gewichtsklassen klare Vorteile haben. Nun gilt es in Burghausen, in den fünf Gewichtsklassen dazwischen Paroli zu bieten.

  • Halbfinale, Rückkampf: Sa. SV Wacker Burghausen - TuS Adelhausen (Hinkampf: 13:13), ASV 1888 Mainz - Red Devils Heilbronn (Hinkampf 10:15).

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