Ringen Kleinigkeiten entscheiden Kampf

Uli Nodler

Eng, wie eigentlich immer, ist es am Samstagabend in der Tegernauer Festhalle im Duell zwischen Gastgeber WKG Weitenau-Wieslet und dem AB Aichhalden zugegangen. Am Ende jubelten die Gäste über einen 17:15-Erfolg.

Von Uli Nodler

Tegernau. Eigentlich ist Stefan Kichling, das Greco-Ass in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm im WKG-Team, für die entscheidenden Siege zuständig. Doch diesmal gelang das Kilchling bei weitem nicht. 15:14 führte Weitenau-Wieslet vor dem letzten Duell. Am Ende stand der Gastgeber mit leeren Händen da, weil Unterschiedsringer Kilchling diesmal gegen Aichhaldens Lorenz Brüstle bei seiner 2:13-Punktniederlage chancenlos war. „Meistens waren das in der Vergangenheit ganz enge Duelle. Diesmal ist Stefan aber Lorenz ins offene Messer gelaufen“, kommentierte WKG-Trainer Kai Vögtlin die klare Niederlage seines Schützlings.

Beide Mannschaften schenkten sich bei diesem Duell auf Augenhöhe nichts. „Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden“, betonte Vögtlin, der seine Mannschaft trotz des Misserfolgs lobte: „Die Jungs haben wieder alles gegeben. Heute hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt.“

Zur Pause lag die WKG mit 7:11 im Hintertreffen, weil Aichhalden drei der fünf Kämpfe gewann. So holte Radostin Shindov (bis 57 kg) im Freistilkampf gegen WKG-Mann Antani Boyadzhiev bei seinem klaren 9:1-Erfolg drei Siegpunkte. Halbschwergewichtler Michael Manea (bis 98 kg, Freistil) ließ dem Einheimischen Patrik Kreutler bei seinem technisch-überhöhten Punktsieg keine Chance. Da hätte der verletzte Manuel Läufer sicherlich deutlich besser ausgesehen. Vier Zähler musste auch Noah Kiefer (bis 66 kg, Freistil) an AB-Topringer Marin Filipp abgeben.

Doch Schwergewichtler Michael Herzog (bis 130 kg, Greco) und Greco-Federgewichtler Andrey Georgiev (bis 61 kg) holten sieben Punkte und sorgten dafür, dass sich der Rückstand in Grenzen hielt. Routinier Herzog bescherte den Fans mit seinem Schultersieg gegen Elias Brüstle das WKG-Highlight an diesem Abend. Vögtlin ärgerte sich darüber, dass Kampfrichter Adinin Kaygusuz (KSV Wersau) eine Aktion von Georgiev kurz vor Schluss abpfiff. Mit diesem „Zweier“ hätte Georgiev vier Siegpunkte statt deren drei gewonnen. Mit einem spektakulären Untergriff begeisterte Herzog bei seinem Schultersieg.

Mit einem technisch-überhöhten Punktsieg und einem Disqualifikationserfolg ergatterten Simon Dürr (bis 71 kg, Greco) und Jonas Dürr (bis 86 kg, Greco) im zweiten Kampfabschnitt acht Punkte. Dennis Kronenberger (bis 80 kg, Freistil) hielt sich gegen Dumitru Tulbea beachtlich, verlor nach einer Aufholjagd lediglich 5:7.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Weihnachtsstimmung

Die Preise steigen, alles wird teurer. Sparen Sie dieses Jahr an den Weihnachtsgeschenken?

Ergebnis anzeigen
loading