Ringen Saison sportlich zu Ende bringen

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Der Pole Sebastian Jezierzanski (links) ist ein Punktegarant beim TuS Adelhausen geworden. Foto: Rolf Rombach

Rheinfelden-Adelhausen (rom). Ein Ringer kämpft, bis der Kampf zu Ende ist. Erst dann steht wirklich das Ergebnis fest, da der Schultersieg alle vorangegangenen Aktionen egalisiert. Doch in der Bundesliga-Endrunde sieht es nach den Vorkämpfen der Achtelfinalbegegnungen größtenteils eindeutig zu Gunsten der Favoriten aus. Auch der TuS Adelhausen, der nach dem 9:20 gegen den ASV Schorndorf elf Punkte aufholen muss, sieht vor dem Rückkampf im Osten Stuttgarts nur mit Außenseiterchancen entgegen. „Da sind wir realistisch“, sagt TuS- Trainer Florian Hassler.

Zumindest sieht es derzeit so aus, dass die Aufstellung nach Hasslers Plänen laufen wird. „Es war einfacher. Dieses Mal wusste ich bereits, wer am Samstag zur Verfügung stehen wird.“ Kein Hehl macht er aus der schlechten Position der Ringer vom Dinkelberg: „Mit unserer vollen Mannschaft wäre es beide Male sicher spannend geworden. Aber bei elf Punkten Rückstand und unseren Ausfällen müsste schon ein Wunder passieren oder Schorndorf an der Waage verlieren.“ Letzteres sollte bei einem Heimkampf der Württemberger eher unrealistisch sein.

Wichtig ist Florian Hassler und den Verantwortlichen beim TuS Adelhausen, dass die Saison sportlich beendet wird – also mit einer vollen Mannschaft, trotz personeller Probleme. „Notfalls hätten wir weitere Ringer aus der zweiten Mannschaft genommen. Das sind wir dem Gegner und den Zuschauern schuldig.“

Von Beginn an war beim TuS klar, dass die Saison mit dem dünnen Kader heikel werden könnte. „Wir hatten noch vergleichsweise lange Glück, dass nicht mehr Ausfälle passiert sind“, sagt Hassler. Trotz der Unterstützung der zahlreichen Sponsoren wollte der Verein vorsichtig vorgehen, was langfristig eine gute Strategie ist. Zu viele Ringer-Klubs wie der VfK Schifferstadt oder KSV Aalen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten seit dem berühmten Bosman-Urteil für Profisportler übernommen.

Motivationsprobleme wird es indes bei den TuS-Ringern nicht geben. Alle sind heiß, sich nochmals dem Kampf zu stellen, sich mit dem Gegner zu messen und zumindest individuell das beste Ergebnis einzufahren. Gleich zu Beginn erwartet Hassler ein spannendes Duell zweier deutscher Nachwuchshoffnungen im griechisch-römischen Stil. TuS-Ringer Norman Trübe wird auf den zwei Jahre älteren Georgios Scarpello treffen, der in der Vorwoche Ivo Angelov forderte. „Die jungen deutschen Ringer trainieren jeden Tag. Sie sind unsere Zukunft,“ betont Hassler. Weitere Einzelduelle versprechen jeweils bis zu sechs Minuten Spannung. Dafür spricht unter anderem TuS-Neuzugang Sebastian Jezierzanski, der mit seinen schnellen Beinangriffen die Gegner das Fürchten lehrte und dafür vom TuS-Tross gefeiert wurde. Im Mittelgewicht könnte der Pole auf Benjamin Sezgin treffen, Der war 2017 und 2018 Deutscher Meister der Männer.

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