Ringen Starker Auftritt: Andreas Heidt sahnt Silber ab

Gresgens Duo: Andreas Heidt (l.) holt Silber, Emanuele di Martino geht leer aus. Foto: zVg

Kaufbeuren - „Wir sind stolz auf dich“: Beim SV Gresgen sind sie mächtig aus dem Häuschen. Der Grund: An­dreas Heidt. Der sahnte bei den Deutschen Meisterschaften der Greco-Ringer in Kaufbeuren nämlich im Fliegengewicht die Silbermedaille ab. „Das hat er sich verdient. Das freut mich wahnsinnig“, kommt Trainer Axel Grether aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Super-Kampf gegen Fallacara

Eine starke Leistung und etwas Rechnerei waren von Nöten, ehe der zweite Platz für den Blondschopf Realität war. Der Griffkünstler des Verbandsligisten aus dem Zeller Bergland setzte sich in der fünfköpfigen Gruppe zunächst per Aufgabesieg (bei 2:0-Führung) gegen Jonas Lenz vom SV Untergriesbach durch, ehe er gegen den späteren Titelträger und ehemaligem Akteur des TuS Adelhausen, Ibrahim Fallacara (KSC Niederberg), mit 4:12 den Kürzeren zog.

Gegen den Spitzenmann zeigte Heidt laut Grether jedoch einen „Super-Kampf“. Mit 4:3 führte Heidt sogar, bot ihm Paroli, ehe am Ende die Kräfte nachließen. „Wenn er körperlich etwas stärker wäre, hätte er Siegchancen gehabt. Allein der Kampf war schon aller Ehren wert“, lobt Grether.

Das Duell Nummer drei gegen Michael Steiner vom TSV Westendorf ging mit 10:6 an Heidt, der sich durchbiss und sich so eine tolle Ausgangssituation vor dem letzten Kampf sicherte.

Dort war klar, dass ihm eine knappe Niederlage zu Silber reichen würde. Schnell führte Heidt mit 6:1. „Dann hat er die Muffe bekommen“, so Grether. Gehemmt und mit der Angst im Nacken, ja nicht auf Schulter zu verlieren, musste er sich mit 6:10 geschlagen geben. Das reichte aber dennoch, um auf Rang zwei zu landen. „Ein riesiger Erfolg. Toll, wie er sich in den vergangenen zwei Jahren reingekniet hat.“

Sein Teamkollege Emanuele di Martino (60 kg) musste sich nach einem spannende Kampf schon in Runde eins geschlagen geben. Nach der zweiten Beinarbeit wurde er beim Stand von 5:7 disqualifiziert. „Darüber kann man sich streiten“, so Grether.

Auch für Benny Vogt (WKG Weitenau-Wieslet, 72 kg) – er verlor 1:10 gegen Jonas Valtin vom ASV Plauen – und Maximilian Mond (97 kg, RG Hausen-Zell – er unterlag Ilja Klasner vom ASV Schorndorf mit 0:8 – kam gleich in der Auftaktrunde das Aus.

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