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Ringen TuS holt sich nächsten Punkt

Rolf Rombach
TuS-Ringer Kevin Henkel (oben) liefert einen emotionsgeladenen Kampf ab Foto: Rolf Rombach

Ringer-Erstbundesligist TuS Adelhausen holt den nächsten Punkt. Zu Hause erreichten die Adelhausener ein 16:16-Remis gegen Heilbronn.

„Schade“, ärgerte sich ein sichtlich geknickter Kevin Henkel nach dem spannenden Bundesliga-Abend in der Dinkelberghalle. Als Schlussringer hatte er die undankbare Aufgabe, beim Stand von 11:12 über den Ausgang zu entscheiden. Mit einem 8:2-Vorsprung ging er in die Pause. Zwei Mal war er bis dahin am Rande des Schultersiegs, nachdem er sich mit Gegner Lom-Ali Eskijev (75 kg Freistil) ein wildes und enges Duell mit Beinangriffen lieferte, bei dem die Kontrahenten sich ordentlich verrenkten, damit der Gegner keinen Punkt erhielt. In Runde zwei gelang dem Heilbronner ein Wurf am Mattenrand, womit er auf 8:6 herankam.

Sekunden haben entschieden

Unter dem Jubel der Halle kam Henkel mit einem Takedown eine halbe Minute vor dem Gong wieder auf 10:6 voran, was der zweite Team-Punkt und Sieg gewesen wäre. Doch Eskijev blieb eisern dran und statt eines Takedowns kam er mit einem Durchdreher zu zwei Punkten. Mit 10:8 rettete Henkel dem TuS das Remis gegen den Herbstmeister.

Erneut traten die Heilbronner nicht in Top-Besetzung an, was sich beinahe gerächt hätte. Denn vier weitere Begegnungen hatten das Potenzial für den TuS-Sieg. Felix Krafft (130 kg Freistil) fehlten nur zwei Punkte für den dritten Team-Zähler bei seinem 6:0-Erfolg. Ähnlich war das Problem bei Levan Metreveli (61 kg Freistil), der mit 2:6 knapp einen Punkt mehr abgab. Ganz bitter das Duell von Stephan Brunner (71 kg Freistil), der einen 0:4-Rückstand in eine 6:4-Führung drehte und 1,3 Sekunden vor Schluss erneut den Ausgleich hinnehmen musste, was die 6:6-Niederlage bedeutete.

Bei all der Dramatik war Arian Güney (98 kg Greco) froh, dass er bereits als Dritter auf der Matte stand und gegen seinen Freund und Trainingspartner Etka Sever antrat. „Wir sind sogar zusammen hergefahren und werden auch am Dienstag wieder gemeinsam in Heidelberg trainieren“, konnte er zumindest zu in diesem Punkt lachen. Während Güney im Stand Sever Paroli bot („Wir kennen uns nach zehn Jahren in- und auswendig“) und beide einmal zu Boden mussten, nutzte der Ex-TuS-Ringer Sever seinen körperlichen Vorteil gegen den bisherigen TuS-Mittelgewichtler und brachte einen Durchdreher durch, was den 3:1-Erfolg für den Neu-Heilbronner bedeutete.

Zweite Halbzeit in TuS-Hand

Nach dem 2:11-Pausenstand kam die Zeit des TuS. Sebastian Jezierzanski (86 kg Freistil) gewann einen Punkt durch Kampfrichterentscheid. Brunners knappe Niederlage hielt alle Chancen offen. Davon angestachelt, kam Vizeweltmeister Robert Fritsch gegen Red Devils-Trainer und Ringerlegende Adam Juretzko (80 kg Greco) zu einem Überlegenheitssieg, was Istvan Vancza (75 kg Greco) mit drei spektakulären Würfen in 90 Sekunden wiederholte und den knappen 11:12-Rückstand vor Kevin Henkels Schlussbegegnung markierte.

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