Ringen TuS: Hornets machen keinen Stich

Felix Krafft (l.) dreht mit dem Schlussgong ein 0:2 zu einem 3:2-Erfolg beim Gastspiel in Urloffen. Foto: Rombach

Von Mirko Bähr

Appenweier-Urloffen. Es war das erwartet hitzige Duell. Davon zeugt auch die Stimme Florian Hasslers am Morgen nach dem 13:8-Sieg des TuS Adelhausen im Südbaden-Duell beim ASV Urloffen. Des Cheftrainers Stimmbänder waren sehr beansprucht worden. Und die Nerven der Fans in der Halle auch. Es war ein Kampf auf des Messers Schneide. Kleinigkeiten entschieden.

So wie bei Felix Krafft (130 kg-Greco), der mit 0:2 gegen Lucas Lazogianis zurücklag, ehe er eine Aufholjagd startete. Krafft marschierte nach vorne und belohnte sich. Mit dem Schlussgong schob er seinen Kontrahenten von der Matte und gewann 3:2.

Kevin Henkel (75 kg-Freistil) knöpfte Stefan Käppeler vier Teampunkte ab. Damit hatten die Gäste nicht gerechnet. Henkel lieferte gegen den Favoriten eine bärenstarke Leistung ab, führte mit 4:2, ehe sich der Gastgeber 41 Sekunden vor Schluss die Schulter auskugelte. Käppeler musste aufgeben. Statt einem Zähler gingen nun vier die blaue Ecke.

Und so führte der TuS vor dem letzten Kampf des Abends mit 12:8. Das war mehr als die halbe Miete. So hatte es Istvan Vancza (75 kg-Greco) in der Hand. Es galt, Domenik Chelo in Schacht zu halten. Das gelang. Vancza ließ sich nicht provozieren. Chelo „bolzte“, wie Hassler feststellte. Sprich: Er ging immer mit dem Kopf voraus in den Gegner. Dafür wurde er denn auch verwarnt. Am Ende siegte der Gast mit 3:1 und sorgte für den 13:8-Endstand.

Nicht alles lief wie gewünscht. Die klare 0:15-Pleite nach knapp fünf Minuten im ersten Mattenduell von Sulejman Ajeti (57 kg-Freistil) gegen David Kiefer hatte beim TuS so niemand auf dem Zettel. „Da hatten wir auf die Erfahrung von Sulejman gesetzt“, sagte Hassler. Auch nicht zufrieden war er mit dem Auftritt von Manuel Wolfer (66 kg-Freistil). „Manuel hat nicht in den Kampf reingefunden“, meinte Hassler. 0:7 hieß es am Ende aus Sicht des TuS-Ringers. Dem sei zu Beginn des Kampfes zwar eine Zweier-Wertung verwehrt geblieben, doch hätte das wohl nichts an der Niederlage geändert.

Verloren hat auch Nedyalko Petrov (61 kg-Greco). Allerdings unglücklich. Beim 5:5 hatte Gegner Aleksai Kinzhigaliev aufgrund einer Verwarnung für Petrov die Oberhand behalten. Eine Verwarnung, so befand Hassler, die es nicht hätte geben dürfen. Petrov lag schon 0:5 zurück.

Verloren hat Arian Güney (86 kg-Greco). Aber auch er gab dabei nur einen Teamzähler ab. Mit 0:2 hatte er gegen den Hüsinger in Diensten der Hornets, Florian Neumaier, das Nachsehen. „Die kennen sich. Es war klar, dass das eng ausgeht“, wusste Hassler.

Drei Zähler beim 16:2-Erfolg nahm bei seiner TuS-Premiere auch Giorgi Sulava (80 kg-Freistil) mit. Und das gegen Dritten der Junioren-EM, Daniel Fischer. Der Georgier sollte einen hohen Sieg holen. Das gelang ihm auch.

Manrikos Theodoridis (71 kg-Greco) bekam es nicht mit Roman Pacurkowski zu tun, der sich krank abmeldete, sondern mit Luca Megerle. Gegen den Ersatzmann hatte er alles im Griff (6:0). Ebenfalls zwei Zähler steuerte Sebastian Jezierzanski (98 kg-Freistil) an alter Wirkungsstätte bei. Gegen Armandis Zvirbulis hatte er mit 6:1 die Nase vorn.

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