Ringen Und jetzt wartet gleich Burghausen

Spektakulär geht Matchwinner Sascha Keller zur Sache. Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Ausgerechnet Burghausen. Das Burghausen, das sich vor elf Monaten im Halbfinale gegen den TuS Adelhausen die Finalteilnahme um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit Unterstützung des Deutschen Ringerbundes mit eher unlauteren Mitteln gesichert hat. Nun treffen diese beiden Bundesligisten bereits im Playoff-Viertelfinale aufeinander.

Von Uli Nodler

Rheinfelden-Adelhausen. Das ergab die Auslosung, die am Samstag nach dem letzten Kampftag in Riegelsberg über die Bühne ging.

Obwohl die Adelhausener schon vor dem letzten Duell gegen den ASV Hüttigweiler als Tabellenzweiter feststanden, legten sie sich trotz etlicher Absenzen noch einmal ins Zeug und schlugen Hüttigweiler mit etlichen Eigengewächsen 15:12. „Wir hätten uns schonen können, wollten uns aber keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen. Deshalb haben wir noch mit Petrov und Starcevic zwei Topleute eingesetzt“, betonte TuS-Coach Bernd Reichenbach.

Schließlich leistete die Dinkelbergstaffel mit ihrem Heimsieg gegen Hüttigweiler der RKG Freiburg Schützenhilfe. Die Freiburger profitierten von der Hüttigweiler Niederlage in Adelhausen, ergatterten sich durch das 15:11 gegen die RG Hausen-Zell noch den dritten Platz.

Einmal mehr spielte aber Adelhausens Viertelfinal-Gegner am letzten Kampftag mit falschen Karten. Um in der Südostgruppe dem ASV Schorndorf im letzten Vorrundenkampf die Chance auf Platz drei zu eröffnen, ging der bis dato ungeschlagene Spitzenreiter Burghausen in Schorndorf mit 9:28 unter. Der Gelackmeierte war der SV Johannis Nürnberg, der trotz des Sieges in Greiz als Vierter aus dem Rennen war. Dennoch ging Burghausens Rechnung nicht auf. Bei der Viertelfinal-Auslosung fiel Schorndorf als nicht gezogener Dritter durchs Sieb.

Es war eine spannende Angelegenheit am Samstagabend in der Dinkelberghalle. Bis zum vorletzten Mattenduell war der Kampf offen, dann begeisterte Sascha Keller in der Greco-Klasse bis 75 Kilogramm mit einer Energieleistung gegen den eigentlich höher eingeschätzten Urs von Tugginer und fegte den Hüttigweiler mit 14:2 von der Matte. Keller stand sogar vor einem technisch-überhöhten Punktsieg, der ihm statt der drei sogar vier Teampunkte eingebracht hätte.

So führten die Gastgeber vor dem letzten Kampf des Abends bereits 15:11. Anschließend ließ Stephan Brunner (75 kg, Freistil) gegen den passiven Mathias Schwarz nichts mehr anbrennen, führte bis kurz vor Schluss mit 1:0, ehe er noch einen Punkt abgab und das Duell wegen der „letzten Wertung“ noch knapp verlor.

Jeweils mit Schultersiegen holten Ndyalko Petrev (57 kg, Greco) und Bozo Starcevic (bis 80 kg, Greco) das Punktemaximum in die rote Ecke. Routinier Zsolt Berki (bis 66 kg, Greco) gewann sein Duell gegen Jan Wolfanger sicher mit 6:2-Punkten. Auch Arian Güney rang mit Augenmaß, beherrschte Mathias Jochum bei seinem 4:0-Punktsieg.

Voitechovskis mit schwerer Knieverletzung

Auch im letzten Vorrundenkampf blieb dem TuS das Verletzungspech treu. Diesmal traf es Freistil-Mittelgewichtler Edgaras Voitechovskis. Kurz vor dem Gong zog er sich bei seiner 6:13-Niederlage gegen Denis Balaur eine schwere Knieverletzung zu. „Ich glaube, das Kreuzband ist betroffen“, lautete die niederschmetternde Diagnose von Coach Reichenbach. Er ist nach Peter Öhler, Manuel Wolfer und Alexander Semisorow der vierte TuS-Ringer, der in den Playoffs nicht zur Verfügung steht.

Niederlagen mussten die Eigengewächse Paul Schmidt (61 kg, 4:19 gegen Robin Schröck), Mirco Kuder (bis 71 kg, 0:8 gegen Luca Taibi) und Felix Kraft (bis 130 kg, 3:6 gegen Olexandr Koldovskyi) einstecken.

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