Ringen WKG-Ligaverbleib bringt Kandern den Aufstieg

Rolf Rombach
In der nächsten Saison fiebert die Kanderner Ecke in der Oberliga mit. Foto: Rolf Rombach

Gute Nachrichten zum Jahresanfang gibt es für die Ringer der WKG Weitenau-Wieslet und damit auch für den TSV Kandern.

KANDERN. Der Regionalliga-Klassenerhalt der WKG bedeutet zugleich den Aufstieg des TSV in die Oberliga Südbaden.

Noch vor den Halbfinal-Hinkämpfen der Bundesliga hat der Deutsche Ringerbund (DRB) am Samstag die vorläufige Zusammensetzung und Einteilung der ersten und zweiten Bundesliga in der kommenden Saison bekannt gegeben, womit zugleich der Klassenerhalt für die WKG Weitenau-Wieslet in der Regionalliga Baden-Württemberg feststeht.

Denn aus der nordbadischen Oberliga darf Meister SVG Nieder-Liebersbach wegen des Rückzugs im vergangenen Jahr drei Jahre lang nicht aufsteigen, Vizemeister SV Weingarten II darf als Reserve-Mannschaft nicht in die Regionalliga. Aus der Bundesliga kommt kein Absteiger. Somit kann die WKG Weitenau-Wieslet in ihrem inzwischen gewohnten Terrain verbleiben und eröffnet damit dem TSV Kandern einen Platz in der Oberliga. „Inzwischen gehören wir ja zu den Urgesteinen. Wir freuen uns, dass wir nun für die Liga planen können“, zeigt sich WKG-Trainer Kai Vögtlin erleichtert.

TSV nimmt dasAngebot gerne an

Keine Frage war die Aufstiegsoption beim Team des Verbandsliga-Vizemeisters aus Kandern. Wie TSV-Sportwart Florian Appenzeller berichtet, war das bei einem Mannschaftstreffen ein sehr kurzer Punkt: „Da gab es keine Diskussion. Das eindeutige Ja, wir wollen aufsteigen, war sofort abgehakt”.

Angesichts der deutlichen Leistungssteigerung und des Potenzials des jungen Kaders - in der Regel lag der Altersschnitt der Kanderner in der vergangenen Saison bei 19 Jahren - sollte sich der TSV Kandern auch in der Oberliga behaupten können. „Wir schauen, ob wir uns noch verstärken können. Aber der Fokus liegt weiterhin klar bei den eigenen Kräften”, betont Appenzeller und verweist auf den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre, die den Verein aus der Bezirksliga nun in die vierte Liga brachte. Eigentlich war beim TSV überregional nur der Nichtabstieg das primäre Ziel. Doch dann übertrafen die Kanderner die Erwartungen in Landes- und Verbandsliga jeweils mit Rang zwei. Das einzige Manko dabei ist: „Wir werden die tollen Derbys gegen Gresgen vermissen“, bedauern die Kanderner.

Die grobe Sortierung im Ringer-Oberhaus wechselt in diesem Jahr die Himmelsrichtungen. Nachdem im Vorjahr die erste Liga in Ost- und West-Gruppen aufgeteilt war, trifft das ab September nun auf Liga zwei zu.

DRB-Geografiebleibt speziell

Der TuS Adelhausen und die RKG Freiburg starten in der West-Gruppe, während die nordbadischen Teams RKG Reilingen-Hockenheim sowie die Kurpfälzer Löwen in der Ost-Gruppe antreten werden. Für den TuS bedeutet dies erneut weite Fahrten nach Krefeld und Essen, während die Nordbadener unter anderem nach Bayern und Sachsen reisen müssen.

Die Erste Bundesliga ist nun in eine Nord- und Süd-Gruppe gegliedert. Der ASV Urloffen als einziger südbadischer Vertreter hat mit den Ex-Meistern Weingarten und Burghausen zwei Hochkaräter zugeteilt bekommen, dazu die jüngsten Finalteilnehmer Schorndorf und Heilbronn. Der entthronte Meister ASV Mainz ist mit Dauerrivale KSV Köllerbach und Ex-Meister KSV Witten in der Nordstaffel.

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