Schallbach „Acht Jahre sind eine kurze Zeit“

Alexandra Günzschel
Christian Iselin an seinem neuen Arbeitsplatz im Schallbacher Rathaus. Foto: Alexandra Günzschel

Gestern hatte Christian Iselin, der neue Bürgermeister von Schallbach, seinen ersten Arbeitstag. Am Montag hat es eine Übergabe mit seinem Vorgänger im Amt, Martin Gräßlin, gegeben.

Von Alexandra Günzschel

Schallbach. Gräßlin, dessen Vater kürzlich gestorben ist, soll nun bei der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember – pandemiebedingt in kleinem Rahmen – verabschiedet werden. „Er hat während seiner Amtszeit viel gemacht. Es gehört sich, das zu würdigen“, betont Iselin.

Froh ist er darüber, dass er mit Monika Spohn eine erfahrene Verwaltungsangestellte an seiner Seite hat, die gerade jetzt in der Übergangszeit für Kontinuität sorgt. Ganz unbedarft ist der neue Bürgermeister freilich nicht. Als Kommunalpolitiker und Mitglied in diversen Gremien ist er schon lange in viele Vorgänge involviert, wie er sagt.

An seinem ersten offiziellen Arbeitstag musste er sich gleich mit der sich ständig ändernden Gesetzeslage in Bezug auf die Corona-Pandemie beschäftigen. Ist das Amt auch eine Last? „Es gibt eine gewisse Erwartungshaltung, der man natürlich entsprechen will“, sagt Iselin.

Heute Abend wird der neue Bürgermeister im Gemeinderat vereidigt. Und die erste Sitzung, die er dann leiten wird, weist schon einige der von ihm im Wahlkampf angekündigten Pläne auf.

So geht es zum Beispiel um die Bildung einer Arbeitsgruppe für den Hochwasser- und Starkregenschutz, die im Frühjahr kleinere Maßnahmen umsetzen soll, da mit den größeren Projekten, für die man Zuschüsse beantragen will, erst im Folgejahr begonnen werden kann.

Darüber hinaus hat Gemeinderatsmitglied Volker Fischer zwischenzeitlich einen Fragebogen zur Breitbandversorgung entworfen, der nun im Gemeinderat vorgestellt wird, bevor er an die Schallbacher Haushalte geht. Hintergrund ist die Vermutung, dass die Anschlüsse um einiges schlechter sind, als oftmals dargestellt. Schallbach könnte dann, so die Hoffnung, in der Priorität ein wenig nach oben rutschen.

„Acht Jahre sind eine kurze Zeit“, sagt Iselin, auf das Tempo angesprochen, mit dem er seine Themen aus dem Wahlkampf angeht.

Nicht so schön findet es der neue Bürgermeister, dass die Kontaktmöglichkeiten zur Bevölkerung im Moment doch stark eingeschränkt sind. Auch einen Neujahrsempfang wird es in seinem ersten Amtsjahr nicht geben, wie er bedauert.

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