Schallbach Schwarze Zahlen beim Wald

Silke Hartenstein
Schallbachs Wald steht gut da. Foto: Silke Hartenstein

Schallbachs Gemeindewald macht voraussichtlich 2024 Gewinn – vor allem wegen den Eichen.

Revierförster Gerhard Schwab rechnet für das Forstwirtschaftsjahr 2024 mit mindestens 3150 Euro Überschuss.

Das ist nicht so viel wie die 9000 Euro Gewinn, mit denen er im laufenden Jahr rechnet, und schon gar nicht so viel wie die 75 000 Euro von 2022. Doch ist es laut Schwab besser als die roten Zahlen etlicher Kommunalwälder. „Das ist nur der Eiche zu verdanken“, stellte er in der Gemeinderatssitzung fest. Verglichen mit anderen Gemeindewäldern sehe es recht gut aus im 50 Hektar großen Schallbacher Wald mit seinen tiefgründigen Böden und dem stattlichen Eichenbestand. Was die Widerstandsfähigkeit gegen Dürre betreffe, sei man mit den Eichen hervorragend aufgestellt – wobei selbst diese Baumart mittlerweile Trockenschäden aufweise.

Als der Sturm am 22. Juni eine Schneise der Verwüstung mit sich zog, riss er auch in Schallbach Löcher in die Kronen und Bestände der durch die Trockenheit geschwächten alten Eichen. In Schallbach, so Schwab, mache das Sturmschadenholz die Hälfte des Hiebsatzes von 2023 aus. Zudem würden die Lücken im Bestand künftigen Stürmen Angriffsflächen bieten. Da sei es gut, dass bereits eine „schöne Naturverjüngung“ mit Eichen heranwachse. Des Weiteren würden im Jahr 2024 800 Eichen gepflanzt und geschützt in Brombeerbeständen, die sich entlang der Straße in Waldlücken breit gemacht hätten.

2024 wird bei einem Hiebsatz von 339 Erntefestmetern mit 32 500 Euro über Verkauf von Nutz- und Brennholz gerechnet. Dem gegenüber stehen 29 350 Euro Ausgaben, darunter 12 000 Euro für die Holzernte, 4500 Euro für Wegeunterhalt, 4800 Euro für die Anlage neuer Kulturen, Waldschutz und Bestandspflege, 4850 Euro für die Forstverwaltung und 1700 Euro für die Forstbetriebsgemeinschaft.

Zum Unterhalt der Kulturen und Schutzanlagen gehören die Eichen an der Alten Kanderner Landstraße und die ausländischen Baumarten Roteiche und Schwarznuss zwischen Bieracker- und Breiteweg. Im Bereich des Waldspielplatzes und entlang des Breitewegs seien Maßnahmen zur Verkehrssicherung erforderlich, und um eine ganzjährige Holzabfuhr über den Käferhölzleweg zu gewährleisten, müsse dieser Weg in Teilbereichen instand gesetzt werden, erläuterte Schwab. Der Gemeinderat stimmte dem Forstwirtschaftsplan zu.

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