Schliengen Auf dem Blauen geht’s voran

Außen erstrahlt das 1875 erbaute Berghotel am Blauen wieder in neuem Glanz. Der Innenausbau geht jetzt auf Hochtouren weiter. Im Frühjahr kommenden Jahres sollen Hotel und Gastronomie - so jedenfalls die Pläne des Investors - wieder komplett eröffnen. Fotos: Jasmin Soltani Foto: Weiler Zeitung

Ein wichtiges Etappenziel zur langersehnten Wiederbelebung des Blauenhauses ist erreicht: Gestern wurde der Abschluss des ersten Sanierungsabschnitts mit einem Em­pfang gefeiert. Von Jasmin Soltani Schliengen. Nun läuft der Innenausbau des „Hotel und Restaurants am Hochblauen“ auf Hochtouren weiter. Im Frühjahr 2016, versprach Investor Hasan Alaca, würden Hotel und Gastronomie in Betrieb gehen. Für den Umbau des kleinen Nebengebäudes, wo Übernachtungen im Stroh geplant sind, soll der Bauantrag bald vorliegen. Über die Wintermonate sollen, zumindest an schönen Wochenendtagen, Imbiss und Grillstation die Wanderer versorgen. In strahlendem Weiß und schon von weitem sichtbar erscheint nun das 1875 erbaute und jahrelang brachliegende Haupthaus, seit die Grundrenovation abgeschlossen ist. Das Berghaus hat unter anderem ein komplett neues Dach erhalten sowie neue Fenster. Die Fassade ist frisch verputzt, die Terrasse ist fertiggestellt und soll erweitert werden, teilte Hasan Alaca den Gästen, darunter Bürgermeister aus den Gemeinden am Blauen sowie Vertreter der am Bau beteiligten Handwerksbetriebe, mit. Im neuen Gewand präsentiert sich auch der große Speisesaal mit neugestalteten und isolierten Wänden, Panoramafenstern und neuem Bodenbelag. Gemeinsam mit dem Nebenraum würden 150 Gäste Platz finden, erläuterte Alaca. In den Sommermonaten könnten auf den beiden Terrassen ­ nach der geplanten Erweiterung ­ insgesamt 400 Personen bewirtet werden. Rund 400 000 Euro hat Hasan Alaca, der das Anwesen Anfang des Jahres erworben hatte und es mit seiner Frau Emine, den drei Söhnen und dem Cousin Suleyman Simsir, der als Teilhaber miteingestiegen ist, betreiben will, bislang in die Sanierung des Objekts gesteckt. Für den Innenausbau des Hotels rechnet Alaca „vorsichtig“ mit weiteren 250 000 bis 300 000 Euro. Dort entstehen derzeit zeitgemäße Einzel- und Doppelzimmer, aber auch Suiten mit allem Komfort. Historische Details, wie Teile des Bruchstein-Mauerwerks, werden sichtbar herausgeputzt, und auch das hölzerne Treppengeländer soll erhalten bleiben. Im Dachgeschoss ist ein Wellness-Bereich mit Sauna vorgesehen. Bislang wurden 400 000 Euro in die Sanierung investiert Noch stünde allerdings nicht die gesamte Planung für den Innenausbau fest, betonte Alaca, zumal umfangreiche Auflagen, etwa zum Brandschutz, erfüllt werden und „weitere Hindernisse aus dem Weg geräumt werden“ müssten. Gleichwohl will Alaca den Wünschen von Wanderern nach einfachen Übernachtungsmöglichkeiten gerecht werden, weshalb im Nebengebäude das Konzept „Schlafen im Stroh“ realisiert werden soll. Insgesamt sollen auf dem Blauen Übernachtungsmöglichkeiten für 50 Personen angeboten werden. Auch das gastronomische Angebot will Alaca breit fächern. „Ein Großteil der Gäste will eine gute, einfache und bodenständige Küche in einer sportlichen Atmosphäre“, habe er aus Gesprächen mit der Kommune, aber auch mit Wanderern und Radfahrern mitgenommen. Übernachtungsgäste sollen auf Wunsch aber auch in den Genuss festlicher Mahlzeiten kommen. Den Empfang nutzte Alaca, der im Markgräflerland mehrere Gastronomiebetriebe führt, dazu, sich für die „wertvolle Unterstützung“ der Gemeinden und der regionalen Handwerksbetriebe zu bedanken. Trotz mancher Bedenken habe ihn der Mut nie verlassen: „Ich habe nie ans Aufgeben gedacht“. Froh, dass nach „den chaotischen Jahren“ wieder Leben auf dem Hochblauen einkehrt, zeigte sich Schliengens Bürgermeister Werner Bundschuh ­ auch im Namen der Kollegen aus Kandern, Malsburg-Marzell und Badenweiler. Fast täglich sei er in seiner langen Amtszeit auf die desolaten Zustände am Blauen angesprochen worden. Er dankte deshalb der Familie Alaca für ihren unternehmerischen Mut, dem Haus und damit auch dem Blauen wieder eine Zukunft zu geben. Schließlich liege er nicht nur an dem für Wanderer wichtigen Westweg, sondern sei auch ein bedeutendes Tor zum Schwarzwald. „Sie haben mich an Ihrer Seite“, sagte Bundschuh Alaca weitere Unterstützung für die noch kommenden Herausforderungen zu.

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