Schliengen „Der Baugenehmigung sollte nichts mehr im Wege stehen“

Für das neue Feuerwehrgebäude im Eggenertal wurden wichtige Weichen gestellt. Symbolfoto: dpa/Martin Schutt Quelle: Unbekannt

Schliengen (boe). Wichtige Weichen für das neue Feuerwehrgebäude im Eggenertal hat der Schliengener Gemeinderat gestellt. Das Gremium gab grünes Licht für den Bauantrag und Bebauungsplan sowie die Änderung des Flächennutzungsplans. Bisher war das Grundstück, auf dem der gemeinsame Feuerwehrstandort für Ober- und Niedereggenen gebaut werden soll, als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Durch die Änderung wird diese zur Gemeinbedarfsfläche.

Auch Ausschuss stimmt zu

Der Flächennutzungsplanänderung stimmte auch der Gemeinsame Ausschuss der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Schliengen-Bad Bellingen einmütig zu, nachdem die beiden Gemeinderäte die Beschlussempfehlungen abgegeben hatten. Nun steht lediglich noch die Genehmigung des Landratsamts aus, wobei es sich dabei um eine Formalie handele, wie es in der Sitzung hieß. „Der Baugenehmigung sollte nichts mehr im Wege stehen“, machte Planerin Angela Talpoş von „fsp.Stadtplanung“ deutlich.

Das neue Feuerwehrgebäude, das zwischen beiden Ortsteilen auf Niedereggener Gemarkung gebaut werden soll, sieht neben einer Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, Werkstatt und Lager auch Betriebs- und Schulungsräume vor; darüber hinaus Sanitäranlagen und Umkleiden.

Mit dem Neubau stellt sich die Feuerwehr für die Zukunft auf. „Durch einen gemeinsamen Standort im Bereich zwischen Nieder- und Obereggenen wird sowohl eine gleichwertige Einsatzkräfte-Verfügbarkeit als auch eine vergleichbare Abdeckung des Gemeindegebiets mit Leistungen der Feuerwehr sichergestellt“, heißt es im Plankonzept. Der Bedarfsplan der Feuerwehr hatte bereits 2016 festgestellt, dass die beiden Feuerwehrhäuser im Eggenertal baulich und technisch nicht mehr den Anforderungen entsprechen – ein gemeinsamer Neubau wurde als wirtschaftlichste Lösung ausgemacht.

Ausgleichsmaßnahmen

Bei der Offenlage des Bebauungsplans gab es viele Stellungnahmen zum Thema Umwelt- und Naturschutz. Diese hätten indes nur zu geringfügigen Änderungen geführt, erläuterte Talpoş im Gemeinderat. Als eine Ausgleichsmaßnahme für den Neubau ist unter anderem eine Magerwiese vorgesehen, die auf dem Gelände der heutigen Obstplantage angelegt wird. Dabei wird der Aushub der Baugrube genutzt, um diese Magerwiese neben dem Feuerwehrgebäude zu modellieren. „Die Behörden hatten zudem Wert darauf gelegt, dass der Auwaldstreifen erhalten bleibt“, führte die Planerin aus.

Als eine weitere Umweltmaßnahme will man die Durchgängigkeit für Kleintiere am Hohlebach verbessern. So soll beim Durchlass des Hohlebachs unter der Kreisstraße eine Niedrigwasserrinne geschaffen werden.

Bedenken gab es von Landesnaturschutzverband und BUND, ob sich die Magerwiese an diesem Standort wie gewünscht entwickeln kann. Dafür gebe es die nachfolgenden Kontrollen, verwies die Planerin auf das sogenannte Monitoring.

Georg Hoffmann (Grüne) bedauerte, dass erhaltenswerte Bäume durch die Modellierung wegfielen. Das sei leider nicht anders machbar, meinte Talpo. Wobei der Grünplaner bemüht sei, so viele Obstbäume wie möglich zu erhalten, zumindest im Randbereich.

Bodo Zimmermann (CDU) fand es gut, dass der Aushub vor Ort genutzt werde zur Modellierung, „denn das spart enorme Ressourcen“.

Bedenken wegen Festen

Von Bürgerseite hatte es Bedenken gegeben wegen möglichen Festen auf dem künftigen Feuerwehrgelände. Das Lärmschutzgutachten geht von lediglich zwei Veranstaltungen pro Jahr aus, da es sich um einen sensiblen Standort handele. Die Planerin sah hier keine Probleme: „Als Gemeinde kann man steuern, dass solche Feste in verträglichem Rahmen stattfinden.“

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