Schliengen Es wächst zusammen was zusammengehört

Herbert Schumacher
Das künftige Feuerwehr-Domizil mit Fahrzeughalle und Mannschaftsunterkunft bekommt bald sein Dach. Foto: Herbert Schumacher

Die amtliche Fusion der beiden Eggener Wehren ist bereits terminiert

„Es wächst zusammen, was zusammengehört!“, kommentierte der SPD-Altkanzler Willy Brandt die deutsche Wiedervereinigung. Eine Aussauge die auch auf die beiden Feuerwehrabteilungen des Eggenertals zutrifft. Seit der Gemeinderreform 1973 beziehungsweise 1974 sind sie Teil der Freiwilligen Feuerwehr Schliengen.

Schon bei der früheren Niedereggener Wehrgeneration klangen Gemeinschaftswünsche an. Allerdings zeigte es sich, dass die Zeit hierfür im Tal schlicht noch nicht reif war. Die technisch besser ausgerüstete Obereggener Wehr war für ein weit größeres Gebiet mit Schallsingen, Lippisbacherhof, Schloss Bürgeln und dem Hochblauen zuständig. Zwischenzeitlich sind beide Wehren näher zusammengerückt, auch wenn sie jeweils über ihr eigenes Domizil verfügten. Seit etlichen Jahren werden alle Übungsabläufe und ernsthaften Einsätze stets erfolgreich gemeinsam bewältigt. Dies betrifft ebenfalls die die Kameradschaft stärkenden Unternehmungen wie gemeinsame Ausflugsfahrten.

Unlängst unternahmen die Wehrleute eine Mehrtagestour in die bayerische Landeshauptstadt München. Organisiert wurde die Reise vom früheren Niedereggener Wehrführer Patrick Palmié-Graf übernommen.

Wenn auch zeitweise die Bautätigkeit auf der Baustelle des künftigen gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses ruhte, die Vergabe gestaltete sich angesichts von vollen Aufträgsbüchern und Fachkräftemangel im Bauhandwerk schwierig, weist der jüngst installierte Baukran daraufhin, dass bald der Dachstuhl montiert wird.

Laut Auskunft von Thomas Wehner vom Bauamt Schliengen verlaufe der Bauplan in etwa wie vorgesehen, sodass mit den Dachstuhlarbeiten demnächst begonnen werde. Doch der genaue Zeitpunkt des diesbezüglichen Richtfestes oder gar einer bestimmten Gesamtabschlussfeier sei noch nicht vorhersagbar, wie Thomas Wehner ergänzt.

Andererseits ist der offizielle Zusammenschluss der beiden Talwehren für Januar 2025 vorgesehen, wo dann gleichzeitig die neue Führungsriege für die künftige Eggener Gemeinschaftswehr berufen wird, heißt es aus Führungskreisen. Wie letztlich die dann künftige Gesamtmannschaftsstärke aussehen wird, lässt sich allerdings noch nicht klar voraussagen. Wobei gegenwärtig der Obereggener Wehr 38 Aktivmitglieder und der Niedereggener Wehr 22 Wehrleute angehören. Was den Nachwuchs angeht, werden laut Zahlen der jüngsten Hauptversammlung in der Jugendfeuerwehr Obereggenen derzeit fünf Mädchen und 15 Jungen unter der Obhut von Jugendleiter Fabian Bengel ausgebildet.

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