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Schliengen Für ein lebenswertes Schliengen

Alexander Anlicker
Gut besucht war die Zukunftswerkstatt in der Mensa der Hebelschule. Foto: Alexander Anlicker

Die Gemeinde Schliengen lädt zur Zukunftswerkstatt ein.

„Ich fand die Beteiligung toll. Es ist super das es nicht abgesponnene Ideen sondern sehr bodenständige vorgetragen wurden“, zieht Schliengens Bürgermeister Christian Renkert ein positives Fazit der Veranstaltung am Freitagnachmittag. Lob gab es auch vom Moderator Thomas Uhlendahl: „Die Veranstaltung war sehr niedrigschwellig, genau das, was Menschen zu bürgerschaftlichem Engagement bewegt. Das sich Bürgermeister und Gemeinderäte sich hinstellen, gibt es nicht überall.“

Als Beispiel für nachhaltiges bürgerschaftliches Engagement nannte der Bürgermeister zum Auftakt der Veranstaltung die Bachputzete im Ortsteil Niedereggenen. „Das Unglück im Ahrtal war ganz frisch, als Freiwillige auf Initiative von Joachim Gabelmann Kies und Geröll unter den langen Brücken des Hohlebachs entfernt haben, um den Abfluss nachhaltig zu verbessern“, berichtete er.

Gemeinderat Karsten Willmann, einer der Initiatoren der Zukunftswerkstatt, berichtete dass bereits drei Zielbilder zu den Themen Gewerbestandort, Klimaneutralität und Mobilität erarbeitet wurden. An diesem Nachmittag sollte es um das Thema „Schliengen ist Lebensort, nicht nur Wohnort“ gehen.

Insgesamt sechs Themenfelder wurden in Kleingruppen bearbeitet, die jeweils von einem „Paten“ moderiert wurden. Bearbeitet wurden die Themenfelder „Begegnungsorte“ (Christian Renkert), „Wohnen und Soziales“ (Michael Schmitt-Mittermeier, „Kultur und Vereine“ (Hartmut Sommerhalter), „Älter werden im Dorf“ (Barbara Theurer), „Jugend im Ort“ (Karsten Willmann und Hartmut Mastall) sowie „Lebendige und lebenswerte Ortsmitte“ (Georg Hoffmann). Nach der Ideensammlung wurden einzelne Punkte in Steckbriefen weiter vertieft.

Älter werden im Dorf

Vielen Teilnehmern war beim Themenfeld „Älter werden“ ein Bürgerbus wichtig. Es hätten sich schon die ersten drei Fahrer gemeldet, jetzt fehle noch der Bus, sagte Barbara Theurer. Weitere Steckbriefe wurden für die Punkte Mitfahrbänkle, eine digitale Plattform für Nachbarschaftshilfe, ein Repair-Café, die Barrierefreiheit am Bahnhof sowie die Erfassung von freien Räumen im Ort für Begegnungsmöglichkeiten erstellt.

Kultur und Vereine

Hier wurde unter anderem die Wiederanschaffung eines Vereinsbusses durch die Gemeinde angeregt, berichtete Hartmut Sommerhalter. Auch gelte es die Vereine zu stärken und zu unterstützen, beispielsweise was die Hallenbelegung angehe. Die Vereine wurden aufgefordert ihre Veranstaltungstermine wie früher im November bei der Gemeinde zu melden.

Soziales und Wohnen

Zu diesem Themenfeld wurden vier Steckbriefe erstellt. Unter anderem soll ein Infoportal für Neubürger erstellt werden, berichtete Michael Schmitt-Mittermeier. Auch soll der Neubürgerempfang wiederbelebt werden. Das Gemeindeblatt soll den Bürgern kostenlos zugestellt werden. Auch bei diesem Themenfeld wurde ein Bürgerbus beziehungsweise ein ehrenamtliches Anruftaxi vorgeschlagen.

Jugend im Ort

Beim Themenfeld Jugend wurden sechs Steckbriefe erarbeitet. Dabei ging es zum einen um Treffpunkte für Jugendliche aber auch um das Thema Kommunikation, wie Hartmut Mastall berichtete. Unter anderem wurde angeregt ausgehend von Schliengen die Jugendtreffs zu aktivieren und Angebote für verschiedene Altersgruppen zu schaffen. Darüber hinaus sollten weitere niedrigschwellige Begegnungs- und Bewegungsräume wie ein Bolzplatz geschaffen werden. Auch das Angebot der (Pfarr-)Bücherei sollte ausgeweitet werden, beispielsweise durch eine Lesenacht für Kinder. Identifiziert wurde auch eine Kommunikationslücke. Niemand wisse, welche Angebot es in Schliengen gibt. Abhilfe könnte eine Internetseite mit Jugend- und Vereinsangeboten, Treffs und Spielplätzen schaffen. Außerdem wurde angeregt, dass sich die Vereine in der Ganztagsschule mit ihren Angeboten präsentieren.

Begegnungsorte

Besonders fleißig wurden Steckbriefe zum Thema Begenungsorte erstellt. In einem Steckbrief ging es darum, die vorhandenen Angebote besser zu streuen. Konkret wurde es beim Rathausplatz in Obereggenen sowie beim Nidauer Platz in Schliengen. Letzterer soll umgestaltet und verkehrsberuhigt werden. Die Ideen reichten dabei vom Wegfall der Parkplätze bis hin zur Sperrung der Eisenbahnstraße. Vorschlagen wurde auch ein Erzähltreff für alle Generationen im Bürger- und Gästehaus, die Schaffung eines Kulturcafés als Ort für Konzerte und Lesungen., weitere Fitnessgeräte im Schlosspark, ein Wochenmarkt auf dem Nidauer Platz oder auf dem Parkplatz des Bürger- und Gästehauses. Angedacht wurde auch ein Dorfladen in Mauchen.

Wie gehts weiter?

Die Initiatoren werden nun die Steckbriefe vorrangig bearbeiten aber auch den einen oder anderen Zettel, der es nicht bis zum Steckbrief geschafft hat

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