Schliengen Schutz für Vögel und Stromversorgung

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen (v. l.): Melanie Saurer, die das Netz mitinitiiert hatte, Ortsvorsteher Ottmar Sprich, Torben Polzer, Patrick Steiner, Andreas Bösner, Ludwig Mohr und Eugen Erfurt von Naturenergie-Stützpunkt Weil-Haltingen. Foto: s/Naturenergie Netze

Seit Frühling vergangenen Jahres ist ein Storchenpaar im Schliengener Ortsteil Liel zuhause und hat im Bereich „Hofmatten“ein Nest auf einem Strommast gebaut. Der Energieversorger Naturenergie Netze hat nun einen Holzmast mit Plattform aufgestellt, der künftig als Nistplatz dienen soll.

Gemeinsam mit Ortsvorsteher Ottmar Sprich hatten Bürger aus Liel eine mit Stroh gefüllte Nisthilfe, die auf die Plattform montiert wurde. Der imposante Mast ist elf Meter hoch und trägt keine elektrischen Komponenten, schreibt der Energieversorger in einer Pressemitteilung.

In den vergangenen Wochen hatten Störche immer wieder versucht, sich auf Dachständern im Ort niederzulassen. Manche Vögel halten Strommasten oder Dachständer für ideale Nistplätze. Die Mitarbeiter von Naturenergie Netze werden dann aktiv und versuchen die Vögel zu vertreiben, in der Hoffnung, dass sie sich einen geeigneteren Brutplatz suchen, zum Beispiel einen Kirchturm.

Patrick Steiner, Stützpunktleiter in Weil am Rhein-Haltingen, erklärt: „Bei Niederspannungsmasten liegen die Drähte enger beieinander als bei Hochspannungsleitungen. Wenn ein Storch mit seiner großen Spannweite versehentlich beide Drähte berührt, kann er sich tödlich verletzen oder es kann zu einem Stromausfall kommen.“ Um die Bedürfnisse der Tiere zu berücksichtigen, arbeitet der Netzbetreiber eng mit dem Regierungspräsidium Freiburg, Vogelschutzbeauftragten und Ornithologen zusammen. Jährlich werden mehr als 100 000 Euro in den Vogelschutz investiert. Zu den Schutzmaßnahmen an den Strommasten gehören Vogelschutzhauben, Sitzstangen und Büschel-Vogelabweiser.

Sechs Techniker von Naturenergie Netze waren mit Unimog, Hebebühne und Bagger in Liel im Einsatz. Der Aufbau des Holzmastes mit der Nistplattform verlief reibungslos. Kaum stand der Mast, inspizierte der Storch seine neue „Wohnung“. Er brachte Äste herbei, flocht sie ein und ließ sich nieder. Offensichtlich hat der Storch sein neues Zuhause gefunden. „Eine großartige Aktion“, sind sich alle Beteiligten einig.

„Auch hier haben wir hier wieder vertrauensvoll und in enger Abstimmung mit den Beteiligten, insbesondere mit der Storchenbeauftragten Heidi Hübner und Ortsvorsteher Ottmar Sprich zusammengearbeitet“, sagte Patrick Steiner.

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