Schliengen Wärmestuben in allen Ortsteilen

Alexander Anlicker
Schliengen verzichtet auf Weihnachtsbeleuchtung, der Weihnachtsmarkt soll aber wie gewohnt stattfinden. Foto: Anlicker

Die Gemeinde Schliengen hat bereits auf die steigenden Energiepreise reagiert. Bei der Straßenbeleuchtung wurde die Leistung auf 70 Prozent reduziert.

Von Alexander Anlicker

Schliengen. Dies gilt von der Dämmerung bis 23 Uhr. Ab 23 Uhr wird die Leistung auf 20 Prozent und ab 1 Uhr auf 10 Prozent reduziert. Ab 4 Uhr wird wieder auf 20 Prozent und ab 5 Uhr auf 70 Prozent erhöht.

Darüber hinaus hat die Verwaltung dem Gemeinderat eine ganze Reihe an weiteren Energiesparmaßnahmen mit mehreren Umsetzungsstufen vorgelegt. Die erste Stufe soll ab dem 1. November umgesetzt werden, die zweite Stufe dann, wenn eine Gasmangellage eintritt und die dritte Stufe, wenn die Gasversorgung eingestellt wird.

Zusätzlich richtet die Gemeinde einen Krisenstab ein und plant in Zusammenarbeit mit den Ortsverwaltungen in jedem Ortsteil eine Wärmestube einzurichten, die in der dritten Stufe ihren Betrieb aufnehmen soll.

Unstrittig war die Reduzierung der Raumtemperatur und das Ausschalten der Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude. Auch der Verzicht auf die Weihnachtsbeleuchtung ging durch. Wie von der Verwaltung vorgeschlagen soll es in jedem Ortsteil einen beleuchteten Weihnachtsbaum geben. Auch der Weihnachtsmarkt wird stattfinden, betonte Bürgermeister Christian Renkert auf Nachfrage aus dem Gemeinderat.

Keine Nachtabschaltung

Diskussionsbedarf gab es bei einer weitergehenden Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung und bei der Sporthallennutzung.Die Verwaltung hatte vorgeschlagen die Straßenbeleuchtung zwischen 0 und 5 Uhr komplett auszuschalten, wo dies möglich ist. Der Gemeinderat beschloss jedoch einstimmig, es bei der jetzigen Situation zu belassen. Das Thema Sicherheit sei wichtiger als Energiesparen, meinte in diesem Zusammenhang Gemeinderat Georg Hoffmann.

Sporthallennutzung

Bei der Sporthallennutzung hatte die Gemeinde vorgeschlagen, dass diese in den Schulferien nicht von Vereinen genutzt werden dürfen, und im Fall der Stufe 2 nur noch von den Schulen genutzt werden darf. Bei der Stufe 3 sollte der Schulsport im Freien stattfinden.

Die Gemeinderäte plädierten jedoch dafür, den Vereinen die Nutzung während der Ferien zu ermöglichen. Auch bei der Stufe 2 leuchtete den Gemeinderäten nicht ein, warum die Vereine die Halle nicht nach dem Schulsport nutzen können. Es reiche wenn dann die Heizung ausgeschaltet ist. Ebensowenig leuchtete es den Gemeinderäten ein, den Schulsport in der Stufe 3 nach draußen zu verlegen. Dieser könne auch in der unbeheizten Halle stattfinden.

Richtig lüften

Beim Thema Gebäudelüftung wurde der Vorschlag von Georg Hoffmann aufgegriffen, Hausmeister und Lehrer entsprechend zu schulen.

Umfrage

739c242e-a081-11ed-87da-677ec018b19d.jpg

Die Lörracher Kreiskliniken stehen vor einer großen Umstrukturierung an den Standorten. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading