Schliengen Wechselunterricht, Tests und Filter

Die Schüler an der Schliengener Hebelschule drücken seit gestern – im Wechselunterricht – wieder die Schulbank. Neben den verpflichtenden Schnelltests sorgen unter anderem 25 Luftftilteranlagen in den Klassenzimmern für Sicherheit.

Schliengen. Die Gemeinschaftsschule habe sich gemeinsam mit der Gemeinde Schliengen als Schulträger intensiv darauf vorbereitet, heißt es in einer Mitteilung der Schule. So investierte die Gemeinde unter anderem insgesamt in 25 Luftfilteranlagen für alle vier Schulstandorte.

„Wir freuen uns, dass die Kinder endlich wieder zur Schule kommen können, sind uns aber auch der Verantwortung bewusst“, betont Schulleiter Andreas Schlageter. Voraussetzung für den Schulbesuch sei, dass Schnelltests an den Schulen verpflichtend durchgeführt werden. Bereits im Vorfeld schulten Mitarbeiter der Schliengener Arztpraxis Dr. Moser die Lehrkräfte der Grund-, wie auch der weiterführenden Schule sowie das Verwaltungsteam. In einem Workshop wurde unter fachmännischer Anleitung der Umgang mit Schnelltests erklärt und deren korrekte Anwendung trainiert.

Der Wechselunterricht solle, so die Vorgabe des Landes, nur an aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. Im Grundschulbereich greife man daher auf bereits etablierte Strukturen, die nach dem ersten Lockdown galten, zurück, sagt Schlageter. So finde zum Beispiel grundsätzlich Klassenlehrerunterricht in den geteilten Klassen statt, inhaltliche Schwerpunkt des Unterrichts seien Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Die oben genannten Vorgaben setzten Konrektor Peter Tanner und Christine Aniol auch für die Sekundarstufe um. Grundsätzlich werden alle Klassen in zwei Gruppen geteilt. Beide Gruppen kommen an den gleichen Tagen, werden jedoch in getrennten Räumen unterrichtet. Während für die unteren Klassen an den unterrichtsfreien Tagen weiterhin Online-Unterricht und Fernlernen mit Hilfe der Lernplattform Moodle stattfindet, werden die Abschlussklassen an den fünf Unterrichtstagen an der Schule intensiv auf die Prüfungen vorbereitet.

Um für ein höchstes Maß an Sicherheit zu sorgen, investierte die Gemeinde in 25 leistungsfähige Luftfilteranlagen. „Ich sehe das als langfristige Investition“, hebt Schlageter hervor. Diese Filteranlagen hätten sich bereits an anderen Schulen, zum Beispiel der Gemeinschaftsschule in Wutöschingen, bewährt, erläutert er. Das Gremium hatte im März in einer nichtöffentlichen Sitzung der Investition von rund 52 000 Euro zugestimmt. „Da dieses Projekt schnell umgesetzt werden konnte, kommen die so genannten Windfrieds bereits in Niedereggenen, Liel, Mauchen und in Schliengen zum Einsatz“, lobt der Schulleiter.

Die Anlage kann innerhalb von zwölf Minuten die Atemluft in einem durchschnittlichen Klassenzimmer einmal komplett von Aerosolen und Partikeln reinigen. So werden potenzielle Krankheitskeime, wie beispielsweise Coronaviren effektiv zurückgehalten. Zudem ist diese Anlage die leiseste Anlage dieser Größenordnung.

Die Filterung habe aber keinen Einfluss auf den Kohlendioxid- oder Sauerstoffgehalt des Raums, erklärt Schlageter. Deshalb sei kurzes Querlüften nach wie vor notwendig. Zudem werde die Gemeinde einfache Kohlendioxid-Messgeräte mit einer Ampelanzeige zur Verfügung stellen.

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