Schnitzelbanksingen in Dossenbach Tanz, Gesang und viele flotte Verse

Uwe Thomes
Die farbenfrohe Tanzeinlage des Gesangvereins sorgte für Begeisterung im Saal. Foto: Uwe Thomes

Es scheint so, als wollte sich der Gesangverein Dossenbach bei jeder Neuauflage seines traditionellen Schnitzelbanksingens, das ein veritabler Zunftabend ist, von Neuem übertreffen. Das Publikum erlebte vier herrlich unterhaltsame Stunden.

In dem aufwendig und zugleich bis ins Detail liebevoll dekorierten Bürgersaal brannte der Gesangverein Dossenbach ein vierstündiges fasnächtliches Programm ab, in welchem ein Gag den nächsten jagte, wie immer schwung- und humorvoll moderiert von Carola Bachthaler als „Katastro-Fee“ und Gerd Bolanz als von der Fee genervter Gartenzwerg „Peter Miese“.

„Im Zwergeland isch’s eifach toll“

Die Veranstaltung war schon etliche Tage zuvor ausverkauft, der Saal „bumsvoll“, wie es der Gartenzwerg ausdrückte, und alle entsprechend dem Motto gekleidet, welches da hieß: „Als Fee, Gnom oder au Troll, im Zwergeland isch’s eifach toll.“ Viele hübsche Feen und ulkige Trolle füllten den kompletten Saal.

Nach dem Einmarsch des örtlichen Musikvereins schmetterte der Zwergenchor des Gesangvereins die Stimmung anheizende Gassenhauer – es wurde schon früh geklatscht und geschunkelt.

Ronja Ernst und Anni Schmidt zeigten dann weiter auf, wie viel Schwung ein Märchen in die Halle bringen kann und luden dazu die anwesende lokale Prominenz zu einem Spiel auf die Bühne. Schwörstadts Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat, Dossenbachs Ortsvorsteher Matthias Kipf, Gemeinderat Frank Lückfeldt, Oberzunftmeister Jürgen Zwigart und auch der Chef der Schwörstädter Schnecken, Bruno Wittnauer, spielten mit gesanglicher Unterstützung durchs Publikum gerne mit.

Gehirnwäsche für die Bürgermeisterin

Die Bürgermeisterin musste sich später auf der Bühne noch einer Gehirnwäsche durch drei Schnitzelbänkler unterziehen, angeführt von „Superman“ Jürgen Nass. Rhetorische Spitzen gegen die Schwörstädter und deren Rathaus durften im Programm „Oh, läck mi, jetz isch Fasnacht“ natürlich nicht fehlen, ebenso wenig wie in zu eingängigen Melodien vorgetragenen Geschichten, was sich so seit der letzten Fasnacht im Dorf und Umgebung, speziell aber auch in der kommunalen Politik so allerhand Seltsames zugetragen hat.

„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, put your hands up in the air!“ Mit Sketchen, einer Witzparade und viel Esprit sorgten die Akteure auf der Bühne für durchgehend tolle Stimmung bei denen vor der Bühne. Dazu gehörten auch mit gekonnt vorgetragenen turnerischen Elementen gewürzte Tanzeinlagen, unter anderem bei einer Einlage der „Dossebacher Bachradde“ und „de Raddejäger“, welche mit anhaltendem Applaus und Zugabe-Rufen belohnt wurden. Überhaupt gehörte die Forderung nach Zugaben eher zur Normalität des Abends. „Dass au Männer ganz schön viel Saich labere könne“, bewiesen Delias Bührer und Patrick Nass als „Weltmeischter im Schissdreck-Labere“ im von vielen mit Spannung erwarteten letzten Auftritt des Abends – ein glanzvoller Höhepunkt.

Den krönenden Abschluss bildete die Tanzdarbietung der fantasievoll geschminkten und gekleideten Waldfeen, welche anschließend von der Tanztruppe des Gesangvereins, von den Musikern des Musikvereins und allen weiteren Akteuren des Abends komplettiert wurden und den verdienten Applaus des Publikums erhielten.

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