Schönau Angebote für Familien und Kinder im Blick

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Was Familien mit Kindern brauchen, möchte der Landkreis herausfinden. Foto: pixabay

„Gemeinsam für ein gesundes Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen im Oberen Wiesental“ – unter diesem Motto haben zwei Arbeitsgruppen Angebote für Familien und junge Menschen im Oberen Wiesental analysiert und erste Umfragen bei Familien gestartet.

Oberes Wiesental. Der Landkreis Lörrach und die Städte und Gemeinden des Oberen Wiesentals nehmen gemeinsam die Lebensbedingungen und Angebote für Familien im Oberen Wiesental unter die Lupe. Im Rahmen der Sozialstrategie des Landkreises soll ermittelt werden, welche Angebote für Familien und Jugendliche es in der Region gibt, welche Unterstützungsangebote und Austauschmöglichkeiten bereits vorhanden sind und welche Angebote und Infrastrukturen ausbaufähig sind.

Diese Fragen anzugehen, ist die Aufgabe von zwei neuen Arbeitsgruppen, die der Landkreis unter Leitung des Jugendamtsleiters Gerhard Rasch gemeinsam mit Experten und kommunalen Vertretern der beteiligten Gemeinden Zell, Häg-Ehrsberg, Todtnau und dem Gemeindeverwaltungsverband Schönau bereits im Frühjahr ins Leben gerufen hat.

Orte für die Jugend

„Kinder und Jugendliche brauchen zur Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben Gleichaltrige, benötigen Orte, wo sie mitgestalten können und sie profitieren von entwicklungsanregenden Angeboten und verlässlichen erwachsenen Bezugspersonen. Jede Lebensphase hat ihre eigenen Herausforderungen und benötigt andere Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen“, so Carolin Eichin, die im Landkreis für die Jugendhilfeplanung zuständig ist und die Arbeitsgruppe „Kinder und Familie“ leitet.

Sie befasst sich dabei vorrangig mit dem Lebensabschnitt der frühen Kindheit und der ersten Schuljahre. Die zweite Arbeitsgruppe „Jugendliche und junge Erwachsene“ leitet Gisela Schleith, Leiterin des Kreisjugendreferats. Sie eruiert, welche Bedürfnisse im Oberen Wiesental speziell bei Jugendlichen bestehen.

Wichtige Sichtweise der Familien einholen

Neben der Fachperspektive ist es wichtig, die Sichtweise der Familien einzuholen. Aktuell findet eine erste Familienbefragung für Familien mit kleinen Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit statt. Bei dieser Befragung geht es vor allem darum, welche Angebote den Familien bekannt sind, was aus ihrer Sicht ausbaufähig ist und welche Unterstützungs- und Hilfestrukturen sie nutzen würden. Beide Arbeitsgruppen treffen sich regelmäßig, um zu ermitteln, welche Angebote Familien bereits haben, welche benötigt werden und welche möglich sind.

Die ersten Zwischenergebnisse sollen nun im Januar zunächst der Steuerungsgruppe vorgestellt werden, die aus den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden sowie der Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella und dem Projektleiter Gerhard Rasch besteht. Bis Ende 2023 sollen die Arbeitsgruppen bestehen bleiben. „Unser Ziel ist es, bis dahin bereits einige Projekte angestoßen und Maßnahmen für Familien im Oberen Wiesental etablieren zu können. Ich wünsche, dass die Arbeitsgruppen auch über das Projekt hinaus bestehen bleiben, da sich gezeigt hat, wie wichtig die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in der Region ist“, so Eichin.

Erste Projekte umgesetzt

Erste Maßnahmen wurden schon angestoßen. Dazu zählt das erfolgreiche Sommerferienprogramm, das unter Federführung des Kreisjugendreferats zusammen mit Caritasverband, katholischer Kirchengemeinde Oberes Wiesental und Vereinen wie dem FC Schönau und den Landfrauen Utzenfeld ein abwechslungsreiches Programm anbot. Ebenfalls konnte bereits ein regelmäßiger Elterntreff in der Buchenbrandschule Schönau organisiert und der Familienvorbereitungskurs der Frühen Hilfen in der Region etabliert werden.

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