Schönau Klimaschutz in der Metropole

Die Mieterstromanlage in der Fuldastraße/Ossastraße in Berlin. Foto: Silke Reents Foto: Markgräfler Tagblatt

Gemeinsam mit der BürgerEnergie Berlin eG und der Wohnbaugenossenschaft Neukölln eG haben die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) ihr erstes Mieterstromprojekt in Berlin gestartet. Dabei zeichnen die EWS für die Gesamtstromversorgung der Bewohner verantwortlich.

Schönau/Berlin. Auf die Sonnenernte der neuen Photovoltaikanlage können 118 Haushalte zugreifen. „Mieterstrom ist in städtischen Gebieten ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und wirksamen Klimaschutz. Die Dächer großer Mehrfamilienhäuser bieten ein gewaltiges Potential für die Installation von Photovoltaikanlagen“, so EWS-Vorsitzender Sebastian Sladek in einer Pressemitteilung. Im Rahmen von Mieterstromprojekten können die Bewohner zudem direkt von dem dezentral erzeugten Ökostrom profitieren, die Verteilnetze werden so entlastet. Beim Mieterstromprojekt in Neukölln liegt der Mieterstromtarif mehr als zehn Prozent unter dem Grundversorgertarif. Wenn die Sonne nicht scheint oder nicht genug Strom auf dem Dach produziert wird, beziehen die Bewohner automatisch zertifizierten Ökostrom der EWS. Die Stromversorgung sei somit wie gewohnt sicher. Die BürgerEnergie Berlin hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Gebäudekomplexes der Wohnbaugenossenschaft Neukölln geplant, finanziert und gebaut. „Das Mieterstromprojekt ist der Startschuss für die bürgereigene Energiewende in Berlin und ein wichtiger Schritt für mehr bürgereigenen Klimaschutz“, so Christoph Rinke, Vorsitzender der BürgerEnergie Berlin. Auch die Wohnbaugenossenschaft Neukölln ist vom Nutzen des Projekts überzeugt: „Wir wollen mit Mieterstrom Klimaschutz und Preisvorteile für unsere Genossenschaftsmitglieder verbinden“, so Vorsitzende Sami Natal. Sebastian Sladek legte den Schwerpunkt seiner Rede bei der Einweihungsfeier auf die Bedeutung des gemeinsamen Handelns als Kern der genossenschaftlichen Idee: „Wir werden den Herausforderungen des Klimawandels durch gemeinsames Handeln begegnen können. Dafür ist dieses Projekt, das drei Genossenschaften mit den Bewohnern realisiert haben, ein gutes Beispiel.“

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