Schönau Politiker auf den Mond geschossen

Schönau - Trotz ungünstiger Wetterprognosen konnte der Schönauer Rosenmontagsumzug ohne Sturm und sogar mit einigen Sonnenstrahlen gefeiert werden. Drei Wagen bereicherten den Umzug, der durch die Innenstadt bis zur Buchenbrandhalle lief.

Insgesamt nahmen 28 Gruppen teil, von denen fünf für die Prämierung nominiert waren, die im Anschluss an den Umzug in der Buchbrandhalle stattfand.

Das Moderatorenteam Thomas Goldmann und Peter Lais sparte nicht mit humorvollen Sprüchen, hatte aber auch einige Hintergrundinformationen für die zahlreichen Zuschauer parat.

Das Schönauer Fasnachtsmotto „Au mol ebbis zämme g’schdalde statt immer nu dagege z’halde“ wurde vom FC- Mix des FC Schönau aufgegriffen, die als Fußgruppe mit weiß-schwarz geschminkten Gesichtern für Zusammenhalt plädierten: „Mir hogge alli zämme in einem Bus, un mit dere Goscherei isch jetz mol Schluss.“ Damit gewannen die Sportler die Fußgruppenwertung vor den Kaffeetanten, die sich Kleider aus ausgedienten Kaffeetüten genäht hatten („Ma brucht 24 Stuck für ei Kleid“).

Den Vogel schoss der Elferrat Aitern ab, der „mit isere Rakete, dien mo alli bescheuerte Politiker uf de Mond ufe fege“. Und Russlands Wladimir Putin, Amerikas Donald Trump, Nordkoreas Kim Jong-un und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan saßen schon startbereit in der riesigen Mondrakete, die auch als Beispiel für Zusammenhalt diente: „Zemme hen ma e Rakete gre‘ iert, damit d‘ Welt nimi vo Idiote wird regiert.“

Und der Zusammenhalt wurde sogar von der ganzen Welt gefordert: „Jetzt mues d’Welt mol zemme stoh, demit des mit däne Dubel guet dued usgo.“ Dieser Wagen siegte bei der Prämierung vor dem der Böllener Belchengeister, der den Diesel-Skandal zum Thema hatte. Klar wurde: Mit Fred Feuersteins Gefährt könnte man locker auch die Euro-10-Norm einhalten. Der Wagen der Steisäckli aus Fröhnd nahm sich als Agenda-Gruppe Breitband der Baustellen und Umleitungen im Ort an und sperrte kurzerhand auch mal die Innenstadt in Schönau.

Eine „Demo“ von ehemaligen Rathausbediensteten querte in der Innenstadt immer mal wieder laut pfeifend den närrischen Zug, um für die Öffnung der drei Wirtschaften im Ortskern zu werben. Statt in der Halle zu feiern, wollten die mit gelben Warnwesten ausgestatteten Demonstranten lieber nach dem Umzug in der Stadt weiterfeiern. In der Halle kamen dann aber doch alle zusammen, um dort gemeinsam zu feiern.

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