Schönau (pele). In Schönau herrscht große Trauer um den am Samstag im Alter von 89 Jahren verstorbenen Ehrenbürger Fritz Rueb sen.

Fritz Rueb war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern vor allem auch ein von vielen Mitbürgern geschätzter Mensch, der zeit seines Lebens immer bescheiden geblieben ist, obwohl es ihm gelang, aus einfachsten Verhältnissen heraus eine große Firma, das Familienunternehmen Frisetta, aufzubauen.

Es waren vor allem die klassischen positiven Eigenschaften Fleiß und Tüchtigkeit, die den im Jahr 1925 in Schönau geborenen Fritz Rueb auszeichneten. Dazu kam seine ausgewiesene und gern gepflegte Tüftlernatur - eine Kombination, die vieles, was er in seinem Leben anpackte, zum Erfolg werden ließ. Der gelernte Feinmechaniker hatte schon während seiner Ausbildungszeit immer danach gestrebt, Arbeitsabläufe und Produktqualität zu verbessern oder zu optimieren, wie man heute sagt. Mit einem Startkapital von gerade einmal 30 Mark gründete er 1949 in Schönau die Firma Frisetta als Einmannbetrieb. Sein einziger Arbeitsraum befand sich in einer 20 Quadratmeter kleinen Dachkammer im elterlichen Haus.

Die eigene Firma wurde im Lauf der Jahre durch die Energie und den unternehmerischen Weitblick, die Fritz Rueb ebenfalls auszeichneten, zu einem modernen Industrieunternehmen. Im oberen Wiesental war man gerade in den Zeiten, in denen die Textilindustrie ihren Niedergang fand, sehr froh über die neuen, zusätzlichen Arbeitsplätze, die die Firma Frisetta den Einheimischen bot.

Fritz Rueb setzte sich aber nicht nur als Unternehmer für seine Mitarbeiter ein, er zeigte auch großes Engagement für die Vereine und sozialen Einrichtungen in seiner Heimatstadt Schönau. Für seine Verdienste wurde ihm 1989 die Bürgermedaille der Stadt Schönau verliehen. Im Jahr 1999 wurde er für seinen vielfältigen Einsatz und sein Lebenswerk mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt Schönau ausgezeichnet.

Neben seinem Unternehmen und seiner Familie schlug das Herz des Verstorbenen vor allem auch für den Segelflugsport, in dem er große Erfolge feiern konnte. So wurde er mehrfach deutscher Meister und Europameister im Segelfliegen und stellte in verschiedenen Disziplinen eine ganze Reihe von Weltrekorden auf. Bis ins hohe Alter stieg der passionierte Segelflieger in die Lüfte auf.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, 14. Januar, auf dem Friedhof in Schönau statt; anschließend ist Seelenamt.