Schönau Vieles ist nicht mehr zeitgemäß

In Sachen Abwasser muss man sich beim Gemeindeverwaltungsverband Schönau Gedanken machen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Foto: Archiv

Im Abwasserbereich hat der Gemeindeverwaltungsverband Schönau (GVV) umfangreiche Aufgaben zu bewältigen. Die Verbandsverwaltung ist der Ansicht, dass sich der Verband baldmöglichst grundsätzliche Gedanken darüber machen sollte, wie die künftige Betreiberstruktur bei der Abwasserbeseitigung aussehen könnte. Denkbar wären etwa ein Zweckverband oder ein Eigenbetrieb.

Von Peter Schwendele

Oberes Wiesental. Die Thematik wurde von Christoph Diemer vom Ingenieurbüro dwd in der jüngsten Verbandsversammlung dargelegt. Aufgrund der Bedeutung des Themas für alle Verbandsmitglieder waren zu der Sitzung sämtliche Gemeinderäte der neun Verbandsgemeinden eingeladen worden. Diemer legte dar, dass die bisherige Struktur einige ungerechte Belastungen für einzelne Gemeinden mit sich bringe. „Man muss genau hinschauen, ob alles noch zeitgemäß ist“, sagte der Ingenieur.

Nach Diemers Untersuchungen gibt es im Gebiet des GVV Schönau ein Gesamtkanalnetz von 97 Kilometern Länge. Davon werden 32 Kilometer – das sind 34 Prozent – vom Verband betrieben, der Rest von den einzelnen Gemeinden. Ein großes Problem ist der hohe Fremdwasseranteil, der die Kosten unnötig in die Höhe treibt.

In vielerlei Hinsicht sei die Zuständigkeit zwischen dem Verband und den Mitgliedskommunen ungeklärt, berichtete Diemer. Außerdem sei die Mitarbeiterzahl der Zentralkläranlage in Wembach mit drei Beschäftigten viel zu gering, als dass diese sich auch noch ausreichend um das Kanalnetz kümmern könnten.

Die unklare Zuständigkeitssituation sei nicht zuletzt historisch bedingt, sagte Verbandsvorsitzender Peter Schelshorn und betonte: „Auch wegen der schwierigen Finanzlage werden wir nicht darum herumkommen, an der Struktur Veränderungen vorzunehmen.“ Dazu gehöre auch, sich personell breiter aufzustellen. Für Schelshorn ist klar, dass man als Verband handlungsfähig bleiben müsse: „Unser Weg muss sein, das gemeinsam zu machen.“

Um dies zu gewährleisten, soll sich jede Verbandsgemeinde nun zunächst intensiv mit der Thematik befassen und die eigenen Vorstellungen dazu entwickeln. Ein konkreter Beschluss zur künftigen Struktur steht derzeit noch nicht im Raum.

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