Schopfheim AFT für sozialen Zweck auf Achse

Schopfheim - Um sozial tätige Einrichtungen in der Markgrafenstadt fördern zu können, forderte die Geschäftsleitung des Fördertechnikunternehmens AFT von ihrer rund 90-köpfigen Belegschaft einmal mehr sportliches Engagement.

Zum dritten Mal meldete die AFT im vergangenen Jahr ein Team zum Bad Krozinger Herbstlauf. 17 Mitarbeiter und drei Kinder aus deren Familien ließen sich nicht zweimal bitten. Auf Schusters Rappen machte sich das AFT-Team, darunter auch Geschäftsführer Heiko Hofmann, auf den Weg durchs Flachland rund um den Kurpark, die einen mit Stöcken (Nordic Walking), die anderen eifrig laufend über Distanzen von 1,2 und 21,2 Kilometern. Insgesamt bewältigten sie eine Strecke von 157,7 Kilometern – und wurden dafür mit 1577 Euro belohnt. Denn wie schon bei den ersten beiden Herbstläufen honorierte Heiko Hofmann jeden gelaufenen Kilometer mit zehn Euro.

Hoch motiviert ging das Team in Bad Krozingen an den Start. Es war allen nämlich bewusst, dass sie in erster Linie für die rund 500 Kunden des Tafelladens Schopfheim und für die etwa 200 Kinder darunter auf Achse sein werden.

Am Dienstag überreichte Heiko Hofmann den Vorsitzenden der Tafel, Brigitte Leisinger und Josef Brunner, einen 1000-Euro-Scheck. Den noch immer ansehnlichen Restbetrag in Höhe von 577 Euro überweist die AFT an den Kinderschutzbund.

Groß war die Freude bei den Tafel-Vertretern, die darauf hinwiesen, dass ihre Organisation zwar vor allem dank eines außergewöhnlich großen Engagements von 65 ehrenamtlichen Helfern in ihrem „kleinen Unternehmen“ arbeiten kann, aber dennoch auf Spenden dringend angewiesen ist.

Um die Bedürftigen, die kinderreichen Familien, die Alleinerziehenden und die ständig wachsende Zahl an Senioren, die am Existenzminimum herumkraxseln, mit günstigen Lebensmitteln versorgen zu können, brauche die Tafel viel Geld, so Brigitte Leisinger.

Und ihr Kollege Josef Brunner wies darauf hin, dass sich die Unkosten zum Betrieb der Tafel einschließlich der Miete für die Räumlichkeiten im ehemaligen Restaurant „Markgrafen“ und inklusive des Unterhalts für zwei Kühl-Transporter sowie der sonstigen Nebenkosten um rund 70 000 Euro pro Jahr bewegen.

„Fünf Mal pro Woche klappern unsere Fahrer die Geschäfte, darunter Discounter und kleinere Einzelhandelsläden, ab und sammeln die Waren ein, die für sie dort bereitgestellt wurden. In Schopfheim wird dann sortiert und schließlich der Verkauf vorbereitet“, erläuterte Brigitte Leisinger das Prozedere, das zum Ziel habe, die Waren 80 bis 90 Prozent unterm „normalen“ Verkaufspreis anbieten zu können.

Um dem Finanzchef der Tafel das Leben etwas zu erleichtern, sei man inzwischen dazu übergegangen, Paten zu finden, die das Tafelprojekt mit regelmäßigen Beträgen unterstützen wollen, ohne gleich Mitglied im Verein werden zu müssen.

„Mit großen Einzelspenden, so notwendig und unverzichtbar die natürlich für uns sind, können wir das nicht“, stellte Leisinger fest. Und der AFT-Geschäftsführer kam wie schon im vergangenen Jahr, als der Kinderschutzbund 1000 Euro und die Tafel 372 Euro erhielten, zum Schluss, dass er und seine Mitarbeiter aufs rechte Pferd gesetzt hatten, als sie sich wieder dazu entschlossen, das Trainingsgelände direkt vor der AFT-Haustüre zu nutzen und sich so ein Jahr lang auf das große Spektakel in Bad Krozingen vorzubereiten, um denen helfen zu können, die nicht unbedingt auf der Sonnenseite des Lebens zu finden sind.

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