Schopfheim Alles wird gut

Dasnoop (links) bei den Dreharbeiten in der Kutscherstube des Hotel-Restaurants „Krone“ in Wiechs. Foto: zVg

Schopfheim - Eigentlich war Dasnoop auf der Suche nach einem Pool. Ein Schwimmbad sollte - ganz klassisch - die Kulisse abgeben für das neue Video des Musikers zum Song „Baba Mi Lowo“. Es geht darin um Geld, Liebe und den Traum von einem besseren Leben.

Dasnoop, der Ende 2017 als Flüchtling aus Nigeria nach Deutschland kam und seit einigen Monaten in der Gemeinschaftsunterkunft Römerstraße in Rheinfelden lebt, fragte im Hotel-Restaurant Krone in Schopfheim-Wiechs an. Das dortige Hallenbad, so hoffte er, könnte die gewünschte Szenerie liefern.

Kutschen als Kulisse

In der Krone wollten die Inhaberfamilien Hauri und Stocker dem jungen Musiker gerne weiterhelfen. Vor Ort hatte Dasnoop dann aber einen besseren Einfall, als er die dortige Kutschen-Scheune mit über 30 historischen Kutschen und Schlitten entdeckte – alle im Laufe der Jahre gesammelt und restauriert von Seniorchef Reinhard Hauri.

Jetzt steht Dasnoops neues Video kurz vor der Veröffentlichung und es ist – auch dank der Kutschen – ein überaus sehenswerter Clip geworden. Die nostalgischen Gefährte und die Stilmittel moderner Hip-Hop-Kultur ergeben zusammen eine ganz eigene Atmosphäre, die überraschend perfekt zu dem Song passt.

Rund zwölf Personen waren beim Dreh dabei, erzählt Dasnoop, darunter Freunde aus der Unterkunft in Rheinfelden wie der junge, ebenfalls aus Nigeria geflüchtete Tänzer Tyga, zwei in Stuttgart lebende Musiker aus Ghana und Kamerun sowie hinter der Kamera Christoph Münch von „Btnfilms“. Gedreht wurde zudem noch an Schauplätzen in Rheinfelden wie Clubs oder dem Müller-Markt im Hochrhein-Center. Das Video wird in den nächsten Tagen unter anderem auf Dasnoops Youtube-Kanal und seiner Facebook-Seite erscheinen.

Derweil arbeitet der 24-jährige Sänger und Songwriter, der mit richtigem Namen Lucky Omagbon heißt, bereits an neuen Projekten und schreibt ein Lied nach dem anderen. Gerade hat er den Song „Nowo“ mit dem deutschen Rapper Berkan auf den Weg gebracht. Das Wort „Nowo“ entstammt der westafrikanischen Sprache Yoruba und bedeutet so viel wie Geld. Auch hier bleibt Dasnoop mit einem Mix aus Afro-Beats, Hip-Hop und Reggae seinem Stil und seiner Vision treu, denn mit seiner Musik will er vor allem eins: Andere Menschen aufheitern und ermutigen. Besonders jene, denen es nicht so gut geht: „People who are suffering“, wie er sagt, Menschen, die leiden. „Ich möchte ihnen mit meinen Liedern sagen, dass alles gut wird“, erklärt er.

Weiterhin hofft Dasnoop, dass ihn viele Menschen unterstützen: Als Follower auf Youtube (DasnoopVEVO SBM), Facebook (Dasnoop SuperTyga), Instagram und Twitter wie auch als Besucher seiner Liveshows, von denen er gerne mehr in der Region geben würde.

Junge Bands, die sich mit einem Bandportrait im Jugend- und Trendmagazin Spunk vorstellen möchten, können sich unter E-Mail an spunk@verlagshaus-jaumann.de melden.

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