Schopfheim „Auf Anhieb überzeugt“

Vor Ort im neuen Seniorenhaus in Schopfheim: (von links) Eva Kollhoff, Sandra Schlageter, Wolfram Uhl, Rainer Stickelberger, Birgit Petersen-Mirr, Dirk Harscher und Artur Cremans. Foto: zVg

Schopfheim - Das neue Seniorenhaus im Bifig nahm SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Stickelberger unter die Lupe – und zeigte sich nach seinem Besuch begeistert.

Über die Konzeption, den sehr hohen Personalschlüssel und Anlaufprobleme informierte er sich gemeinsam mit SPD-Fraktionschef Artur Cremans. Auch Bürgermeister Harscher war mit von der Partie.

Wolfram Uhl, Geschäftsführer der Mühlehof gGmbH Steinen, Eva Kollhoff, Leiterin des Seniorenhauses Schopfheim, Sandra Schlageter, stellvertretende Pflegedienstleiterin, und Birgit Petersen-Mirr, Vorsitzende der Seniorengenossenschaft Steinen, führten durch das Haus. „Hier könnte ich mir auch vorstellen, später zu wohnen“, zeigte sich Stickelberger von den hellen, freundlichen Zimmern und der Atmosphäre im Haus angetan.

Konzept mit drei Säulen

Das Konzept mit seinen drei Säulen - ambulant betreute Wohngemeinschaft, Servicewohnen und Tagespflege - überzeugte ihn auf Anhieb. „Wir wollen Teil einer Versorgungsstruktur sein, die es jedem ermöglicht, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben“, definierte Uhl das Ziel. Dazu brauche es viele verschiedene Unterstützungsformen und viele Akteure. Steinen habe diese Strukturen bereits, so dass hier die Menschen am spätesten ins klassische Pflegeheim müssen.

Auch in Schopfheim plane man eine Öffnung ins Quartier und Nachbarschaftshilfe, Essen auf Rädern sowie eine Verhinderungspflege als ambulante Kurzzeitpflege. Noch sei das Haus nicht voll belegt. „Wir wollen kein übermäßig schnelles Wachstum. Die Struktur muss langsam wachsen. Daher werden wir auch erst im Hebst kostendeckend arbeiten“, erläuterte Uhl. Mit der SGS als Träger müsse man jedoch keine Gewinne machen, jeder Gewinn gehe komplett ins Personal.

Im Mühlehof Steinen arbeitet die SGS daher auch mit mehr Personal als vom Gesetzgeber gefordert – zu Gunsten der Bewohner. Bei der ansonsten schwierigen Gewinnung an Fachkräften habe man „kein Problem“, so Uhl. Für die Mitarbeiter zähle nicht nur der Lohn, sondern „die Arbeitszufriedenheit“, ergänzte Petersen-Mirr. Dennoch, so betont auch Uhl: „Die Pflege muss besser bezahlt werden.“

Probleme gebe es aktuell noch mit dem Brandschutz im Rahmen des Nutzungsänderungsantrages, bedauerte Uhl. Sowohl Stickelberger als auch Bürgermeister Harscher und Artur Cremans sagten ihre Unterstützung zu. Zudem machte Uhl auf die Problematik der ehrenamtlichen Fahrer für den Hol- und Bringedienst der Tagespflege aufmerksam. Die Finanzverwaltung erkennt diese Tätigkeit nicht als ehrenamtliches Engagement an. Die Revision liegt jetzt beim Bundesfinanzhof. Stickelberger will sich in dieser Sache an Finanzministerin Sitzmann wenden.

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