Schopfheim Besondere Momente, begeisterte Gäste

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Garant für hochstehenden Musikgenuss: Das Schul-Orchester des THG. Foto: Anja Bertsch

Wenn die Schüler der Musikklassen und des Chors des THGs zum Konzert laden, darf sich das Publikum stets auf besondere Momente einstellen. So auch am vergangenen Mittwoch.

Wenn die Schüler der Musikklassen und des Chors des THGs zum Konzert laden, darf sich das Publikum stets auf besondere Momente einstellen. So auch am vergangenen Mittwoch.

Erneut gaben die Sänger und Musiker aus der Schüler- und Lehrerschaft ein Gastspiel in der Stadtkirche. Diese bot anlässlich des Benefizkonzerts ein ungewohntes Bild. Sämtliche Stühle, die sich zwischen Altarraum und Kirchenbänken befinden, waren neu geordnet; kreisförmig arrangiert für die Ensembles des Schopfheimer Theodor-HeussGymasiums (THG). Diese große neue Bühne füllte sich mit dem THG-Orchester, den Kursschülern und den Solisten. Alle spielten zugunsten des Hilfsprojekts „Rainbow House of Hope“. Rektorin Claudia Tatsch warb um Spenden, damit die Schüler in Uganda eine „schöne bessere Zukunft“ haben.

Kraftvoller Applaus

Passend dazu eröffnete die Chorklasse von Luisa Zickwolf das Konzert mit dem Popsong „Boulevard of broken Dreams“, gefolgt von einem Lied der „Imagine Dragons“ und der Mark Forster-Hymne „Chöre“. Die Zuhörer steuerten einen kräftigen Applaus bei.

Mit zwei kurzen und einem längeren Tschaikowsky-Stück begeisterte das Cello-Ensemble um Ceciel Strouken. Den Glanzpunkt bildete das „Chanson triste“, eine sanfte Weise, bedächtig interpretiert. An dieser Stelle zeigte sich der Charakter der Gesamtvorstellung: Mit lauten Klängen kann man das Publikum vom Sitz reißen – mit leisen langsamen Tönen indes kann man es schwer beeindrucken. Dazu passte das Largo der Streicher und Altblockflöten, die Cellisten waren derweil ins Orchester gerutscht, um die Zuhörer in den Barock zu führen. Tiefe Töne wechselten mit hohen, die beim Allegro in den Turm kletterten.

Noch mehr Volumen folgte mit dem Orgelspiel Wilhelm Tittels und der graziösen Fingerfertigkeit der Violinistin Valeska Witzgall. Mit Vivaldi liegt man immer richtig, wie der Beifall bewies. Melodisch fiel auch das Bündnis von Orgel und Trompete aus, und Solist Fabian Girod füllte den Raum mit dem sthenischen Klang mühelos.

Das Orchester war eben noch Begleiter und lief dann unter Leitung von Clemens Barth zur Hochform auf. Hinzu kam Gereon von der Hardt an der Violine. Die „Variationen von Themen nach Corelli“ gelten als Klassiker – der THG-Violinist meisterte ihn wie erwartet virtuos.

Anspruchsvolles Repertoire

Mit anspruchsvollen Einsätzen hatte auch Bjarne Seidensticker zu tun. Sein Solo am Kontrabass, speziell das empathische Adagio, bot nicht weniger als hohe Kunst. Das Orchester sang dazu die Melodie des Larsson Concertino’s. Und wie immer nach sanftem Vortrag brach der Applaus umso geräuschvoller aus.

Das Gefühl, in einem alten Ballhaus zu sitzen, kam beim Stück „Georgia“ auf. „Schuld daran“ war auch Esther Östreicher mit dem warmen vollen Klang ihres Alt-Saxophons. Merken sollte man sich auch die reif klingenden Stimmen von Sila Yilmaz und Peter Kist. Ein geniales Gespann. Zuerst rockten sie die 40 Jahre alte Nummer „I’m still standing“, und später das jazzige „Fly me to the moon“, das vor 70 Jahren entstand und vor 60 Jahren zum Hit wurde.

Noch tiefer in der Notenkiste fischte der Kollegium-Chor mit Gershwins populären „Somebody loves me“. Klangvoll schließlich auch die von allen Akteuren gemeinsam intonierte Version des vertonten irischen Segens –“Irish Blessing“ – berückendes Schlusslied einer rundum gelungenen Aufführung.

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