Schopfheim „Das Dorf soll mein Zuhause bleiben“

„Bürgerliste für Eichen“: die Kandidaten (von links) Florian Held, Michael Schwald, Rudi Wasmer, Bianca Eberhrdt, Janett Raetz, Christa Böhmisch, Heiko Mäder, Erich Lacher, Felix Hermann, Miriam Lünsmann-Stiegeler, Jürgen Oswald und Wolfgang Bühler. Foto: Hans-Jürgen Hege Foto: Markgräfler Tagblatt

„Wenn ich mich hier so umsehe, tut es mir richtig leid, dass nicht alle in den Ortschaftsrat gewählt werden können“, sagte Rudi Wasmer und drückte damit auf seine Art die Begeisterung über die „Bürgerliste für Eichen“ aus.

Von Hans-Jürgen Hege

Schopfheim-Eichen. Die Liste mit zwölf Kandidaten oder – geschlechtsneutral – „Wählbaren“ aller Altersklassen und vieler Berufe, mit Neubürgern und alten Haudegen wie etwa Erich „Öhrli“ Lacher oder Wolfgang Bühler und insgesamt vier noch amtierenden Ortschaftsräten ist gut bestückt.

Und die – darauf wurde bei der Zusammenstellung der Liste größter Wert gelegt – es der Bevölkerung am 26. Mai dieses Jahres erlaubt, tatsächlich zu wählen zwischen den zwölf Bürgerlisten-Kandidaten und den sieben weiteren Kandidaten, die sich jüngst auf einer zweiten Liste notieren ließen, weil „die erste Liste voll ist“, die aber im Grunde die gleichen Ziele verfolgen wie ihre „Konkurrenten“ auf Liste eins: den Erhalt des Rathauses, des Museums und des Kindergartens, die barrierefreie Sanierung der Hülschematthalle, die Sanierung der Straßen im Dorf, die „behutsame“ Weiterentwicklung von Bebauungsgebieten, die „Ohren“ an der B 317, den Ausbau des „harmonischen Miteinanders der örtlichen Vereine“ sowie die Fortführung der Markttage als unersetzliche Faktoren zur Stärkung Eichens als „liebenswertes kleines Dorf“ am Rande der Stadt.

„Eie isch mi Deheim un soll des au bliebe“, brachte eine Kandidatin eines der Motive auf den Punkt, das auch alle anderen Mitstreiter dazu bewegte, sich für die Zukunft ihrer Heimat aktiv zu engagieren. Alle wollen an der Zukunft des „sym“-badischen Dorfes mit dem so oft verschwundenen See, den kulturellen und geselligen Veranstaltungen und dem Eierlaufspektakel, das Wolfgang Bühler alle Jahre wieder traditionsgetreu aus seinem Zylinder zaubert, mitbasteln, weil ihre Kinder in dieser Zukunft gut und gerne leben sollen. Und um jeder Art von Konkurrenzgedanken der 19 Listenplatzinhaber gleich einen Riegel vorzuschieben, betonte Rudi Wasmer, dass es „einfach nur ein sehr, sehr gutes Zeichen für die schon jetzt intakte Dorfgemeinschaft“ ist, dass insgesamt so viele Menschen gefunden wurden, die sich fürs Dorf einzusetzen gedenken.

Kritik übte der amtierende Ortschaftsrat lediglich an denen, die mehr Transparenz in der Kommunalpolitik fordern. „Das Fehlen dieser Transparenz liegt zumeist an denen, die ganz selten oder gar nicht zu unseren Sitzungen kamen.“ Sehr oft seien die Ortschaftsräte allein im Rathaus gesessen, um über das Dorf bewegende Themen zu beraten, erinnerte Wasmer an die zumeist leeren Zuhörersitze im Ratszimmer. Aber er versicherte auch, dass er künftig alles daran setzen werde, dieses Manko aus der Welt zu schaffen.

Er selbst und seine bisherigen Kollegen Michael Schwald, Janett Raetz und Jürgen Oswald bräuchten sich „hinter dem, was in den vergangenen Jahren gegangen ist, nicht zu verstecken“. Alle hätten sich fürs Wohl des Dorfes eingesetzt, so Wasmer und sprach damit seinen Listenkolleginnen und -kollegen aus der Seele.

Die Kandidaten in der Reihenfolge, in der sie auf der Liste stehen: Rudi Wasmer, Michael Schwald, Janett ­Raetz, Jürgen Oswald, Wolfgang Bühler, Christa Böhmisch, Bianca Eberhardt, Florian Held, Felix Hermann, Erich Lacher, Miriam Lünsmann-Stiegeler und Heiko Mäder.

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