Schopfheim Den Blick in ferne Galaxien richten

Markgräfler Tagblatt
Freuen sich über die neue Sternwarte in Gersbach: (von links) Herr Kraus (Max Planck Institut Heidelberg), Stefan Jorda (Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung), Jörg Lutz (OB Lörrach), Hermann Klein, Ayhan Busch, Martin Löw (Hans-Thoma Gymnasium), Karl Busch, Kaya Busch, Ayla Busch und Ortsvorsteherin Ann-Bernadette Bezzel. Foto: Fotos: Gerd Sutter

Kein „Sternenwetter“ war den rund 300 Besuchern am Samstag bei der Einweihung der Sternwarte Gersbach gegönnt. Der 2007 gegründete Verein „phaenovum“ in Lörrach besitzt jetzt neben der Sternwarte Lörrach der Dieter-Kaltenbach Stiftung eine zweite Sternwarte in Gersbach, die seit 2020 gebaut und mit Innenleben versehen wurde.

Von Gerd Sutter

Schopfheim-Gersbach. Die Hauptsponsoren Firma Busch aus Maulburg und die Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung sowie viele weitere regionale Sponsoren haben die Sternwarte Gersbach möglich gemacht, um ein weiteres Bildungsangebot durch „phaenovum“ für Kinder und Jugendliche aus der Region zu bieten. Ziel von „phaenovum“ ist es, der Region qualifizierte Fachkräfte in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu sichern.

Leiter Hermann Klein durfte zur Einweihung besonders die Familie Busch, Stefan Jorda von der Heraeus-Stiftung, Lothar Müller von der Sparkasse, Herrn Kraus vom Max-Planck-Institut Heidelberg, Jörg Lutz, Oberbürgermeister von Lörrach, Carolin Liefke von Haus der Astronomie Heidelberg und Ann-Bernadette Bezzel, Ortsvorsteherin von Gersbach, begrüßen. Klein bedankte sich für die Herzlichkeit, mit der man in Gersbach empfangen worden sei. Es sei wohltuend, dass die Gersbacher eine großzügige Hilfsbereitschaft gezeigt haben. Aber auch den vielen Schülern und Eltern sei zu danken, die trotz Regen eine reibungslose Organisation auf die Beine stellten.

Die Sternwarte hat zwei Räume mit einem Rolldach. In einem steht der Astrograph mit zwei Linsenteleskopen und im anderen ist viel Technik untergebracht. Die Vereinssternwarte dient dem Schülerforschungszentrum Lörrach. Fünf Mal im Jahr soll sie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Die jeweiligen Termine werden in der Presse und im Internet unter www.phaenovum.eu veröffentlicht.

Herbert Weniger erklärte in kleinen Gruppen die Technik der Sternwarte und deren Teleskope sowie des Astrographen, an den auch hochwertige Fotoapparate angeschlossen werden können. Er hatte fünf Beispiele am Himmel ausgesucht, die er live zeigen wollte. Doch das Wetter spielte nicht mit. Zum Glück hatte Weniger Vorarbeit geleistet und konnte so auf einem Bildschirm den Doppelstern Albiro, die Galaxie Andromeda, den Kugelsternhaufen aus mehreren tausend Sternen, den Wildentenhaufen bestehend aus rund 2900 Sternen und einen planetarischen Nebel zeigen.

Eine Frage von vielen Besuchern war, wann es am besten sei, ins All zu schauen. Die Antwort: Bei klarem Wetter ohne Mondlicht. Den Besuchern wurde auch vermittelt, dass die Sternwarte fernab von viel Lichtverschmutzung und auf 1000 Metern gut platziert sei.

In der Maschinenhalle auf der Scherentann informierten Schüler des „phaenovum“-Schülerforschungszentrums Lörrach-Dreiländereck über weitere Projekte, unter anderem über Radon.

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