Schopfheim „Die Menschen zusammenführen“

Markgräfler Tagblatt, 05.02.2018 22:00 Uhr

Ob Alltagshilfe, Pflegeberatung, kulturelles Angebot oder gesellige Freizeitgestaltung: Ein Seniorenbüro soll in der Markgrafenstadt künftig als zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund ums Seniorendasein dienen.

Von Anja Bertsch

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Schopfheim . Unter der Leitung von Sozialpädagogin Dagmar Stettner öffnet das Seniorenbüro seine Pforten in den Räumen des Diakonischen Werkes in Schärers Au (Hauptstraße 94) ab kommender Woche. Aufgaben und Angebot

Die neue Einrichtung will die vorhandenen Angebote zusammenführen, um Senioren und ihren Angehörigen rasch den Weg zum richtigen Ansprechpartner für die jeweiligen Bedürfnisse und Anliegen zu weisen.

Daneben wolle man die unterschiedlichen Angebote und ihre Träger untereinander vernetzen, um die Angebote aufeinander abzustimmen und miteinander zu verzahnen, erklärt Dagmar Stettner beim Pressegespräch.

Als Beispiel für das breite Angebot, das jetzt bereits besteht, nennt sie die Sozial- und Pflegeberatung ebenso wie mobile Hilfsangebote wie „Essen auf Rädern“, das vielgestaltige Angebot der Vereine oder die Initiativen im Bereich Nachbarschaftshilfe.

Neben Vernetzung und Vermittlung der bestehenden Angebote gehe es in Zukunft auch darum, bedarfsorientiert neue Initiativen zu fördern und Akteure für bürgerschaftliches Engagement zu aktivieren, umreißt Stettner ihr Aufgabengebiet. „Wir wollen die Menschen zusammenführen – diejenigen, die ihr Engagement einbringen wollen, und diejenigen, die an der ein oder anderen Stelle Unterstützung benötigen.“ Zuständigkeiten und Ziele

Stadt Schopfheim und Diakonie tragen das Seniorenbüro gemeinsam und teilen sich auch die Finanzierung der neu geschaffenen Halbtagsstelle. Mit dem neuen Angebot wolle man gezielt die Lebenswelt von Senioren in den Blick nehmen, erklärte Karin Racke als stellvertretende Geschäftsführung des Diakonisches Werkes im Landkreis Lörrach.

So sollen beispielsweise Eigenständigkeit und Lebensqualität von Senioren durch die Vermittlung von professionellen Hilfs- und Unterstützungsangeboten, aber auch von kleineren Hilfestellungen, von Kontakten und Begegnungsmöglichkeiten möglichst lange erhalten bleiben. Hilfe und Beratung

Dient das Seniorenbüro in vielen Aspekten also als Scharnier zwischen Bedarf und Angebot, so finden die Ratsuchenden hier auch direkte Hilfe und Beratung bei existenziellen und finanziellen Probleme wie Altersarmut und Mangel an Wohnraum. Das gehört ebenso zum Aufgabenfeld von Dagmar Stettner wie die Unterstützung bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Vorgeschichte

Für die Stadt zeigen sich Fachbereichsleiter Jürgen Sänger und Jacqueline Dumont hoch erfreut, dass das Seniorenbüro nach längeren konzeptionellen Vorarbeiten nun Gestalt annimmt. Erste Gespräche habe es schon 2014 gegeben, erinnert sich Sänger. Nach einer Bedarfsanalyse billigte der Gemeinderat im Sommer 2017 die Mittel zur Einrichtung einer neuen Stelle. Da innerhalb der Stadtverwaltung die nötigen Kompetenzen fehlten, sei man übereingekommen, die Aufgabe in Kooperation mit einem spezialisierten Träger wie der Diakonie anzugehen, so Sänger.

Aus Sicht der Diakonie wiederum sei klar gewesen, dass die Arbeit in diesem Bereich nicht allein kommunale Aufgabe sei, sondern auch ein Anliegen, für die Diakonie, ergänzt Racke: „Mit dem Seniorenbüro wollen wir den großen Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen“. Ergänzendes Angebot

Das neu eröffnete Seniorenbüro ergänzt das bewährte, ebenfalls in Kooperation von Stadt und Diakonie organisierte Begegnungsangebot: Unter Ägide von Angelika Welzel wird die „Begegnungsstätte Augarten“ in Schärers Au zwei mal in der Woche Treffpunkt für Senioren. In der Regel gibt es dienstags einen Spielenachmittag; donnerstags steht ein abwechslungsreiches Programm mit kulturellen, musikalischem, bildenden oder informativen Angeboten auf der Agenda.

Am Freitag, 16. Februar, gibt es bei der offiziellen Eröffnung des Seniorenbüros ab 11 Uhr Gelegenheit, die Räumlichkeiten und die Zuständigen kennenzulernen.

Geöffnet ist das Seniorenbüro (Hauptstraße 94, in den Räumen des Diakonischen Werkes/Schärers Au) bereits ab Dienstag, 13. Februar.

Offene Sprechzeiten: Dienstag 15 bis 17 Uhr und Donnerstags 10 bis 12 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Tel. 07622/69759633.