Schopfheim 100 neue Wohnungen in Fahrnau

Das geplante neue Quartier mit 100 Mietwohnungen in Fahrnau. Foto: /Plan: Altera

Schopfheim -  Jetzt passt’s: Die Stadt legt dem Baugroßprojekt im Quartier Hammerschmiedgasse/Hauptstraße in Fahrnau mit insgesamt 100 Mietwohnungen keine Steine mehr in den Weg, sondern empfiehlt dem Gemeinderat, das Vorhaben zu genehmigen.

In der Juni-Sitzung hatte das Gremium an den Plänen Kritik geäußert und Nachbesserungen verlangt, insbesondere hinsichtlich der Massivität der Baukörper und der Höhe der Gebäude.

Daraufhin fanden Gespräche zwischen Stadtverwaltung und den Bauherren statt, die das Konzept nach eigenen Angaben „überarbeitet haben“.

So seien die Häuser an der Hauptstraße und an der Hans-Vetter-Straße „einige Meter kürzer“, Attikageschosse und Balkone kleiner geworden, heißt es in der Vorlage zur kommenden Sitzung.

Die Höhe der Gebäude füge sich in den Bestand ein, stellt die Verwaltung fest. Die Gebäudeanordnung bilde einen beruhigten Innenhof und schirme den Lärm von Gewerbegebiet und Hauptstraße ab.

Die Stadt bescheinigt dem Bauträger zudem ein „innovatives Energiekonzept“ mit Blockheizkraftwerk und Solarenergienutzung sowie Stellplätzen für Elektrofahrzeuge.

Der Investor selbst spricht diesbezüglich von einem „Musterbeispiel“ für dezentrale Energieversorgung und hebt zudem auf eine „intensive Begrünung“ der Tiefgarage ab.

Rund 100 Mietwohnungen sind geplant, davon die Hälfte als sozial geförderter Wohnraum. Das Rathaus schlägt dem Gemeinderat vor, mit dem Bauträger einen Vertrag abzuschließen, der festlegt, wer von beiden Seiten welche Aufgaben übernimmt und die jeweiligen Kosten trägt.

So will die Stadt die Mindestzahl der Sozialwohnungen festschreiben. Sie verlangt außerdem, dass der Investor auf seine Kosten im Wohnquartier einen Kindergarten einrichtet, die Renaturierung des Gewerbekanals und die Ertüchtigung der Zufahrt von der Hauptstraße her vornimmt sowie den verkehrsberuhigten Ausbau der Hauptstraße mit Baumstandorten und Längsparkplätzen aus eigener Tasche bezahlt.

Das läppert sich: Der Bauträger beziffert die Kosten für die Renaturierung des Gewerbekanals auf rund eine Million Euro und jene für die Umgestaltung der Hauptstraße auf 200 000 Euro.

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