Schopfheim Ein Gewitter mit Händen und Fingern

Der Gospelchor "Resonance of Life“ trat in der Stadtkirche auf. Foto: Anja Bertsch

Schopfheim - Mit vitaler Bühnenpräsenz und einem abwechslungsreichen Repertoire hat sich der Pop- und Gospelchor „Resonance of Life“ unter Leitung von Christoph Bogon mittlerweile eine große Fangemeinde ersungen.

Auch beim jüngsten Konzert war die evangelischen Stadtkirche bis hinauf auf die Emporen gefüllt. Die Besucher erlebten eine ausgiebige Darbietung und ließen sich gerne mitreißen.

An die sechzig Kehlen stark, erobert der Chor den sakralen Konzertsaal mit Stimmgewalt und offenkundiger Freude am eigenen Musizieren: Es ist Bewegung auf der Bühne, wenn „Resonance of Life“ den Chorraum füllt, und die lebhafte Hingabe ans musikalische Geschehen überträgt sich unmittelbar auf die Zuhörer.

Aus dem Vollen geschöpft

Beim Repertoire können Bogon und seine Sangestruppe aus dem Vollen schöpfen – und sie tun es ausgiebig. Eine Fülle von traditionellen Spiritual und Gospels kommt ebenso zur Aufführung wie modernere Kirchenliteratur oder die Chor-Adaption von Pop- und Rocksongs.

In der Stimmungslage ist das mal ruhig, konzentriert und verinnerlicht. Dann wieder geht es ausgesprochen lebhaft und rhythmisch zur musikalischen Sache.

Während Spirituals wie „Amazing Graze“ oder „Song of Victory“ im „Call and Response“ (Ruf und Antwort) von Solosänger und Chor ihre Dynamik entfalten, beeindrucken beispielsweise der Rockklassiker „Africa“ von Toto mit einem ganz eigenen Clou: Mit Hilfe von Fingern, Händen und ganzem Körper entfachen die Sänger ein waschechtes „Gewitter“, bei dem ein erstes zaghaftes Tröpfeln zum echten Regenguss steigert und sich schließlich im mächtigen Gewitterkrachen entlädt.

Das titelgebende Stück „Rejoice“ (Frohlocken) wiederum spülte lateinamerikanische Rhythmen an, beim Queen-Stück „Crazy little Thing called Love“ war Rock′’n′Roll unterm Kirchendach.

Eine vierköpfige Band begleitete den Chor bei den meisten Stücken. Der Chor verlangt sich und seinen Zuhörern Kondition ab, und so bekommt das Publikum erst nach über zwei Stunden Gelegenheit, eine Zugabe zu fordern – und nimmt diese Gelegenheit gerne wahr.

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