Schopfheim „Fuhrpark auf dem neuesten Stand“

Schopfheim - Zu einem „großen Fest mit kleinem Gottesdienst“ hatte am Sonntag das DRK auf den Vorplatz bei der Stadthalle eingeladen.

Zur Feier der Übernahme des neuen Mehrzweckfahrzeugs für Einsätze bei Großschadensfällen organisierte der Ortsverein eine Art Helfer- und Familientag, an dem sich alle „Blaulichtorganisationen“ – Bergwacht, Polizei, Feuerwehr, THW und DRK – präsentierten.

Ein Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Wieslet umrahmte die Schau. Um die jüngeren Besucher kümmerte sich vor allem das Jugend-Rotkreuz mit Kinderschminken und einer Hüpfburg.

Im Mittelpunkt des stimmungsvollen Festes stand allerdings das neue Fahrzeug, auf das sich der Ortsverein seit langem gefreut hat und für das die ehrenamtlichen Helfer 75 000 Euro auf den Tisch blättern mussten. Ein Kraftakt für einen Verein, der sich und seine Arbeit allein aus Eigenmitteln finanzieren muss. Hinzu kam, dass das DRK vor sechs Jahren sein Domizil in der Max-Metzger-Schule aufgeben und in der Hanfunion neue Räume herrichten musste – die allerdings auch keine Dauerlösung darstellen.

Acht Jahre brauchte der Verein, um das neue Fahrzeug, das einen ausgedienten Unfallwagen aus dem Jahr 2007 ersetzt, anschaffen zu können. 25000 Euro haben Privatpersonen und Firmen gespendet, 50000 Euro musste das DRK selber aufbringen.

Platz für acht Personen

Das neue Fahrzeug bietet Sitzplätze für acht Personen. Ausgestattet mit viel Kommunikationstechnik, ist es auch als Führungsfahrzeug bei Sanitätsdiensten oder Einsätzen verwendbar.

Im Heck ist Platz für Material wie einen Pavillon, Notfallrucksäcke, Sauerstoff und Feldbetten.

„Technisch und mit unserem Fuhrpark sind wir nun auf neuestem Stand. Jetzt fehlt uns nur noch das Dach überm Kopf“, stocherte Ortsvereinsvorsitzender Simon Redling ein bisschen ins Wespennest. Finanzielle Unterstützung von Stadt, Land oder der großen DRK-Organisation gab’s für die Anschaffung nicht.

Bürgermeister Dirk Harscher gratulierte zur neuen Errungenschaft, mit der das DRK nun in der Lage ist, genügend Material und Helfer bei Großeinsätzen rasch vor Ort zu bringen. Er versicherte, sich der Raumproblematik anzunehmen und nach Lösungen zu suchen, die für alle Seiten akzeptabel seien und die eventuell die Wartezeit bis zur Realisierung des Projekts „Rettungswache West“ verkürzen könnten.

Bekanntlich sollen die Feuerwehren aus Schopfheim und Wiechs bis zum Jahr 2030 zusammen mit dem DRK in einem neuen Gebäudekomplex im Lus untergebracht werden.

Dabei kann das DRK auch auf Unterstützung des FDP-Bundestagsabgeordneten Christoph Hoffmann zählen, der sich vor einigen Wochen von der unbefriedigenden Situation des DRK in der Hanfunion selbst ein Bild gemacht hatte und jetzt versprach, sich für Abhilfe einzusetzen.

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