Von Saskia Scherer

Schopfheim. Für einen Wasserbrunnen in Afrika laufen – diese Möglichkeit besteht am Samstag, 9. Mai, ab 8 Uhr beim zweiten Wiesentäler Wasserlauf.

Fotostrecke 2 Fotos

Veranstalter Jürgen Wetzel von „teamworx4“ blickte am Freitag bei einem Pressegespräch im Café Da Leo auf den ersten Lauf im Jahr 2014 zurück: „Die Idee war, am Weltwassertag, am 22. März, am Wasser entlang für einen Wasserbrunnen zu laufen“, erzählte er. Da die Resonanz sehr gut gewesen sei und 253 Teilnehmer dabei waren, findet der Lauf von der Wiesenquelle am Feldberg bis zur Mündung in den Rhein in Basel erneut statt.

Jeder Läufer spendet mindestens einen Euro pro gelaufenen Kilometer für ein Wasserprojekt im Dorf Bikoki in Kamerun. Die gesamte Strecke beträgt 59 Kilometer, es ist aber auch jederzeit möglich, unterwegs ein- oder auszusteigen. Dazu gibt es Verpflegungsposten in Todtnau, Schönau / Wembach, Zell, Schopfheim, Steinen und Lörrach, die zu bestimmten Uhrzeiten angelaufen werden und wo die Läufer zehn Minuten pausieren. Die Feuerwehren unterstützen diese Posten.

Dieses Jahr möchten die Veranstalter dem Risiko Schnee aus dem Weg gehen und haben den Lauf deshalb im Mai geplant. „Wir rechnen mit tollem Frühlingswetter“, so Wetzel. Richard Renz vom Schopfheimer Verein „Dikome / Kamerun“, dem Projektpartner von „teamworx4“, berichtete, was mit den Spenden geschehen soll. „Wir geben kein Geld aus der Hand“, betonte er. Alles wird selbst geplant, und deutsche Sachkundige kümmern sich um den Bau des Brunnens. Zum einen geht es um ein Dorf, das in jüngster Zeit gewachsen ist und in dem deshalb das Wasser ausgeht. „Wir haben eine zweite Quelle gefunden, aber diese liegt tief im Busch“, so Richard Renz.

In einem anderen Dorf gibt es gar keine Wasserversorgung, dort müssen die Frauen 50 Höhenmeter bis zu einem Wasserloch überwinden. „Wir wollen das Dorf mit einer autarken Anlage, die mit Solarenergie betrieben wird, versorgen“, erzählte Renz weiter. Die Überwindung der Höhenmeter sei dabei „nicht ganz ohne“, man müsse einen geeigneten deutschen Pumpenhersteller finden und könne auch nicht einfach Bäume fällen, denn das ökologische Handeln sei wichtig.

Für diese zwei Projekte benötige man etwa 100 000 Euro. Beim ersten Wasserlauf sind mit Großsponsoren insgesamt 15 000 Euro zusammengekommen. Deshalb werden zusätzlich Anträge bei „Entwicklung + Zusammenarbeit“ gestellt.

„Wir hoffen auf höhere Investitionen als die 59 Euro, möchten aber natürlich auf keinen Fall Leute ausgrenzen“, sagte Andrea Seger von „teamworx4“ beim Pressegespräch. Auch der Bewirtungsumsatz sei vergangenes Jahr gespendet worden.

Als Tempomacher beziehungsweise Tempobremser sind Kai Horschig aus Schopfheim und Thomas Klingenberger aus Freiburg dabei. Auch Schulkinder sind willkommen, deshalb hält Nicole Grether, Botschafterin der Sportstiftung Südbaden und Leistungssportlerin im Badminton, Ansprachen in Schulen im Wiesental. Zwei Radfahrer vom DRK begleiten die Läufer außerdem.

u Anmeldeschluss ist am 1. Mai. Der Spendenbetrag muss vor dem Lauf auf das Spendenkonto überwiesen werden. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an: wasserlauf@teamworx4.de oder im Internet auf www.teamworx4.de.