Schopfheim Sporthalle: Stadt zieht die Reißleine

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Die Fassaden-Arbeiten an der neuen Sporthalle kamen zuletzt nicht mehr vom Fleck. Foto: Anja Bertsch

Schopfheim (jab). DLRG-Zuschuss, FES-Rückzug, Kita-Nachschlag: Zahlreiche kleinere Punkte wurden in der Gemeinderatssitzung zügig abgehandelt.

DLRG

Einstimmig gebilligt wurde ein Zuschuss über 20 000 Euro für die Erweiterung des DLRG-Gebäudes um einen Schulungs- und Gruppenraum. Die DLRG hatte für das Projekt eigentlich 35 000 Euro beantragt.

Bei der Bemessung der Zuschusshöhe hatte die Verwaltung die vor zwei Jahren aktualisierte Vereinsförderrichtlinien zur Grundlage genommen: Demnach gibt die Stadt in der Regel 25 Prozent der zuschussfähigen Kosten. Bei 80 000 Euro, die für die Erweiterung insgesamt veranschlagt sind, macht das die bewilligten 20 000 Euro. 30 000 Euro wollten die Rettungsschwimmer ihrem Antrag zufolge aus Eigenmitteln plus Eigenleistung erbringen, weitere 15 000 über ein Darlehen aufbringen. Diese Kalkulation geht nun wohl nicht auf.

Im Gemeinderat fand die Deckelung des Zuschusses dennoch ausdrücklich Zustimmung: „Es gibt diese Förderrichtlinien, und es ist gut, dass wir diese auch anwenden“, erklärte etwa Hildegard Pfeiffer-Zäh (Freie Wähler).

Ausdrückliche Anerkennung aus Gremium und Verwaltung gab es für die Arbeit der Rettungsschwimmer: „Die DLRG-Ortsgruppe ist seit vielen Jahren in der Stadt aktiv, sei es bei der Ausbildung der Kinder im Schwimmunterricht sowie bei der Entlastung der städtischen Bademeister mit ausgebildeten Rettungsschwimmern“, hieß es in der Verwaltungsvorlage.

Die Arbeiten sollen im Winter 2022/23 beginnen und bis zur Schwimmbadsaison 2024 abgeschlossen sein.

FES-Halle

Die Reißleine zogen Stadt und Gemeinderat in Sachen Friedrich-Ebert-Halle: Nachdem die Fassaden-Arbeiten an der neuen Sporthalle schon länger ins Stocken geraten waren, hat die Stadt der zuständigen Firma nun den Auftrag entzogen. „Es ging nicht mehr anders“, bedauerte Bürgermeister Dirk Harscher. Gute Nachricht immerhin: „Wir haben eine Firma in petto, die liefern kann“, so Harscher weiter. Um den Auftrag im Zweifel schnell erteilen zu können, erbat Harscher vom Gemeinderat die Ermächtigung zur Vergabe der Restarbeiten während der sitzungsfreien Zeit. Das voraussichtliche zusätzliche Volumen beträgt 74 000 Euro, so die Vorlage. Weitere Mehrkosten für die Stadt gibt es durch den fortlaufenden Verzug der Baumaßnahme, der wiederum andere Gewerke betrifft.

In Sachen Regress freilich machte Harscher auf Nachfrage von Teresa Bühler (SPD) wenig Hoffnungen: „Jemandem in die Tasche zu greifen, der ohnehin nichts hat, ist in der Regel wenig ergiebig.“

Kita Langenau

Zähneknirschend billigte das Gremium die Vergabe der Außenanlagen für die Kita Langenau. Die Arbeitenwerden mit knapp 88 000 Euro gut 34 000 Euro mehr kosten als veranschlagt. Eine Alternativ freilich hatten die Räte nicht: Das Angebot der Firma aus Bad Säckingen war das einzige, das überhaupt eingegangen war.

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