Schopfheim „Wir kommen alle zurück“

Schopfheim - Hoffnungsschimmer für den Schülerhort: Die Chance, dass die katholische Einrichtung zu Beginn des neuen Schuljahrs ihre Pforten wieder öffnen kann, ist gar nicht so schlecht.

Derzeit stehen die Räume im katholischen Gemeindehaus allerdings noch leer. Auch der Spielplatz neben der Kirche ist verwaist. nachdem der Schülerhort im April von einem Tag auf den anderen hatte schließen müssen, weil die beiden Erzieherinnen gekündigt hatten (wir berichteten).

Mithilfe der Stadt konnten einige Kinder in der benachbarten Max-Metzger-Schule unterkommen, in anderen Fällen mussten sich die Eltern um private Lösungen kümmern – Tagesmütter oder familiäre Unterstützung.

„Wir hoffen, dass wir zum 1. September wieder anfangen können“, teilt Tobias Schnurr, Geschäftsführer für den Bereich Kindergärten in der Verrechnungsstelle Schopfheim, jetzt mit.

Die intensive Suche nach ausgebildeten Erzieher/innen sei nicht erfolglos geblieben. Mit einer pädagogischen Zweitkraft sei man sich bereits einig, jetzt fehle nur noch ein Leiter/eine Leiterin. Doch auch für diese Stelle lägen zwei Bewerbungen vor, schon nächste Woche fänden die entscheidenden Gespräche statt. Das letzte Wort in der Personalangelegenheit habe dann der Kirchengemeinderat, so Schnurr.

Diese Botschaft klingt vor allem bei den betroffenen Eltern wie Musik in den Ohren.

Zwei Bewerber für die Leiter-Stelle

„Wir sind zuversichtlich, dass es weiter geht“, erklärt Erol Jahns. Und seine Mitstreiterin im Elternbeirat, Susanne Strittmatter, ist sich sicher: „Wir würden alle zurück kommen“.

Kein Wunder. Denn die beiden Elternsprecher geraten schier ins Schwärmen, wenn sie ihre Erfahrungen mit dem Schülerhort beschreiben. „Er ermöglicht beiden Elternteilen, berufstätig zu sein“, betont Susanne Strittmatter. Der Schülerhort sei geöffnet bis 17.30 Uhr – das sei „einzigartig“ in Schopfheim. Andererseits könne man – im Gegensatz zur Ganztagsschule – flexibel sein und das Kind auch mal früher abholen, nach Absprache sogar kurzfristig.

Auch die Betreuung an sich schätzen die Eltern sehr. „Wenn die Kinder nach Hause kommen, sind die Hausaufgaben gemacht, darauf kann man sich einfach verlassen“, berichtet Erol Jahns. „Reizvoll“ und „pädagogisch wertvoll“ sei auch die kleine Gruppe mit maximal 20 Kindern. „Der Hort bietet, was Schule nicht kann“, meint Erol Jahns, „Flexibilität und intensive Betreuung“.

In Anbetracht dieses Rückhalts bei den Eltern und einer immer noch vorhandenen Warteliste ist Tobias Schnurr denn auch sicher: „Wenn wir im September öffnen können, ist der Schülerhort sofort wieder voll“.

Attraktiv machen die Einrichtung nach seinen Worten unter anderem die familienfreundlichen Öffnungszeiten – an Schultagen von 12.30 bis 17.30 Uhr. Für die Kinder beginnt der Nachmittag mit einem warmen Mittagessen, danach folgt die Hausaufgabenbetreuung – „mit Abschlussgarantie für die Eltern“, so Schnurr. Von 15.30 bis 17.30 Uhr können die Kinder entweder im Pfarrhof oder auf dem großen Spielplatz neben der Kirche herumtollen.

Dieser Ablauf gilt von Montag bis Donnerstag. Am Freitag ist nach dem Mittagessen nix mit Hausaufgaben. Statt dessen stehen unterhaltsame Aktivitäten auf dem Programm: Filmvorführungen, gemeinsames Kochen oder Basteln und Ausflüge in die nähere Umgebung. „Diese Angebote sind bei den Kindern sehr beliebt“, berichtet Tobias Schnurr – in der Hoffnung, das dies auch im Herbst wieder zutrifft.

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