Schopfheim Zunftabend wurde mehr als gerettet

Markgräfler Tagblatt, 13.06.2018 22:00 Uhr

Auch Feiern könne hart sein, ließ Kanzelar Mark Leimgruber fallen, um die Heiterkeit in der Jahresversammlung der Narrenzunft zu schüren – das ganze Ausmaß eigener und öffentlicher Termine der Narrenzunft listete Ozume Hanspeter Meyer auf.

Von Ines Bode

Schopfheim. „Sehr erfolgreich“ verlief die letzte Kampagne, ausgenommen das Wetter. Positiv wertete Meyer, dass es während der ganzen Fasnacht nicht zu „besonderen Vorkommnissen“ kam. „Das ist sehr wichtig.“

Rückblick: Zweierlei Neuerungen gab es, die größte bildete der erste Nachtumzug. 800 Hästräger stellten sich ein, zuzüglich unzähliger Zuschauer. Es gab viele Komplimente für den Umzug. „Für uns“, so Meyer, „war und ist das eine Sensation“. Neu war weiter, Hemdglunki in die Beizen zu verlegen. Das Gespräch mit den Wirten zu suchen, war eine gute Idee. Als großen Erfolg betitelte er die zwei Zunftabende, vom Publikum sehr gut besucht. Laut Zunftabendmeister Jeannot Weißenberger gab’s Neues, das gut gefiel.

Bereits im September startet die Vorbereitung für 2019, gesucht werden junge Mitstreiter. Überraschung hatte auch der neue Statthalter „Frank vo de Hanfi“, Frank Pfeiffer, ausgelöst. Er umriss seine Amtszeit mit dem Fazit: „Das war sagenhaft.“ Meyer sandte vielfachen Dank. Er galt den Zinken, etwa für das Ausrichten des Narrenbaumstellens (D‘Enninger) und der Lumpenbälle, den Behörden und dem Publikum, etwa anlässlich des rundum gelungenen Kinderballs und des „hervorragend angenommenen Narrendorfs“.

Kanzelar Leimgruber zufolge war man ganze Wochenenden unterwegs, teils für den Verband oberrheinischer Narrenzünfte (VON). Der zweite Zunftabend „war ein Thema“, mit dem Nachtumzug ging auch „viel Arbeit“ einher. Erfreuliche Bilanz zog weiter Oberfuchs Simon di Martino. Das engagierte Wirken von Hanspeter Meyer würdigte Zunftmeister Ralf Völz. Der Ozume leistete ein enormes Pensum, dafür gab’s „supermäßigen“ Dank. Ausblick: Ein Höhepunkt wird das Jubiläum Jeannot Weißenbergers, der 30 Jahre auf der Bühne steht. Ihr 33-jähriges Bestehen feiern D‘Enninger.

Finanzen: Säckelmeisterin Doris Karle wies eine vorbildliche Kassenführung vor, die im Plus mündete. Im Vorjahr musste die NZ ein saftiges Minus verkraften. Prüfer Armin Stocker: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Thomas Gsell zollte als Bürgermeisterstellvertreter „der ganzen Mannschaft großes Lob“. Nicht zu akzeptieren sei das drohende Aus des Städtlifests. „Damit sind wir groß geworden.“ Den Zunftabend konnten die Narren mit der Doppelausgabe mehr als retten.

Wahlen: Im Amt bestätigt wurden Ozume Hanspeter Meyer, Säckelmeisterin Doris Karle, Zeremonienmeister Fritz Trefzger, Zunftabendmeister Jeannot Weißenberger, Zunftrat Harald Bäumle und Mundschenk Rolf Benner. Neu ist Kanzelarin Sandra Keller, Vorgänger Leimgruber sei ein fähiger Mann, so Meyer. Er freute sich über die zusätzlichen Zunfträte Erich Lacher und Emily Völlmar. Ehrungen: Den VON-Orden verlieh Markus Meßmer, Narrenvogt Dreiländereck. Walter Schott erhielt den Orden „E halb’s Läbe“ (mindestens 44 Jahre). Seit 1970 ist er mit Tatkraft dabei, war 20 Jahre Hexenvogt, prägte wesentlich die Fasnacht, auch im Wagenbau. Gold ging an Frank Pfeiffer für seine Verdienste im Schlattholzzinken als Vogt und Wagenbauer. „Steile Karriere“ machte Sven Kotysch, er übernahm viele Posten im Hexen-Vorstand und bekam Silber. Gleiches ging an Sonja Litfin, die mit Familie rege im Aumazinken und Vorstand mitwirkt. Bronze verdiente Doris Karle, als Organisationstalent und für die Ausübung einiger Ämter. Der NZ-Dienstorden ging an Selina Müller, Lisa Stradinger und Harald Bäumle.