Schwörstadt Keine Proben, viele Einsätze

Eine Hauptversammlung unter ganz besonderen Bedingungen: Dennoch freuten sich die Kameraden, wieder einmal relativ ungezwungen beieinander sein zu können.Foto: Rolf Reißmann Foto: Die Oberbadische

Wenige Kameraden mit viel Abstand in der großen Festhalle: So lief am Freitagabend die Abteilungsversammlung der Feuerwehr Schwörstadt ab. Im Vorjahr hatte die Versammlung ausfallen müssen. Außerdem gab es aufgrund der Pandemie nur noch sehr wenige Übungen. Trotzdem war 2020 ein sehr anspruchsvolles Jahr, denn die Einsätze erreichten eine Rekordhöhe.

Von Rolf Reißmann

Schwörstadt. Genau 34 Alarmierungen gab es. In seinem Bericht verwies Abteilungskommandant Daniel Ebi auf die Vielfalt, die dabei von den Kameraden zu bewältigen war. „Bei diesen Einsätzen konnte ein Mensch gerettet werden, eine Person konnte nur tot aus dem Heim geborgen werden, und einem Hund konnten wir leider auch nicht mehr helfen“, sagte Ebi. „Wichtig war für uns die Einhaltung aller Hygieneregeln, damit konnten wir Infektionen in der Feuerwehr vermeiden und die ständige Einsatzbereitschaft gewährleisten.“

Ungewohnte Bedingungen

Für die Kameraden der Einsatzabteilung waren das völlig neue Arbeitsbedingungen. Nur sechsmal kamen sie zu Präsenzdiensten zusammen, aber auch diese noch aufgeteilt in zwei Gruppen. Nur eine Atemschutzübung und eine Maschinistenübung gab es. Erfreulicherweise lag die Teilnahme an den Diensten mit 84 Prozent aber deutlich höher als in den Vorjahren.

Einsätze

Bei den Einsätzen nahmen die 21 Hilfeleistungen erneut den größten Anteil ein. Brände dagegen gab es nur sechs. Allerdings waren darunter auch zwei, die als Großbrand eingeordnet werden; beide Male waren dies Flächenbrände. In Schwörstadt wird ein Feuer als Großbrand eingestuft, wenn drei und mehr Rohre eingesetzt werden.

Nachwuchsarbeit

Nur noch sehr sparsam war auch die Kinder- und Jugendarbeit möglich. Lediglich zehn der vorgesehenen 25 Übungsabende konnten durchgeführt werden. Erfreulicherweise, so berichtete Jugendleiter Dominik Trapp, zeigten die Kinder und Jugendlichen viel Tatendrang und Freude bei den wenigen Terminen. Schwerpunkt der Zusammenkünfte waren die Vertiefung der Kenntnisse zu Löschangriffen, Materialkunde und die Wasserentnahme aus verschiedenen Gewässern. Als bedauerlich bewertete der Jugendleiter, dass wegen der Coronaregeln auch alle Ausflüge und anderen Freizeitgestaltungen ausfallen mussten.

Gruß und Dank

Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat bestätigte den Kameraden, dass die Feuerwehr Schwörstadt auch unter sehr schwierigen Bedingungen ihre Aufgaben voll und ganz erfülle. „Trotz der Einschränkungen, die das vergangene Jahr mit sich brachte, bewältigte unsere Feuerwehr alle Einsätze mit Erfolg“, lobte sie. Noch in diesem Monat werde der neue Gerätewagen abgeholt, damit erlange die Gemeinde eine weitere Steigerung bei der Ausstattung der Feuerwehr.

Eigensicherung ist wichtig

In der abschließende Diskussion dankte Simon Schmidt, stellvertretender Kommandant, allen Kameraden für die viele Risiken, die sie bei den Einsätzen eingehen, um Schäden für die Allgemeinheit zu vermeiden und Hilfe für Betroffene zu leisten. Selbstverständlich werde stets auf die erforderliche Eigensicherung hingewiesen, doch im Einsatz bleibe oftmals kaum Zeit, solche Gefahren umfassend abzuwägen. Mehrfach gelobt wurde auch die reibungslose Zusammenarbeit mit der Abteilung Dossenbach, denn neun Einsätze wurden gemeinsam bewältigt.

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