Schwörstadt Schweizer Mist

Die Mistablagerungen auf dem Schwörstädter Ossenberg stammen aus der Schweiz. Foto: Rolf Reißmann Foto: Die Oberbadische

Schwörstadt (rr). Mistablagerungen auf dem Ossenberg hatten den Schwörstädter Gemeinerat während seiner Januar-Sitzung umgetrieben. Zur jüngsten Zusammenkunft hatte Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat Stefan Graf, den dort arbeitenden Bauern, eingeladen. Er stand dem Gremium Rede und Antwort.

Graf betreibt in Maisprach bei Rheinfelden/Schweiz ein Biohof. Er informierte darüber, dass er für seien Rinder in einem Offenstall extra tief Stroh einstreut, damit vergrößert sich zwar nicht die Menge der tierischen Ausscheidungen aber die Mistmenge insgesamt. Auf dem Ossenberg baut Graf Futterpflanzen für seine Tierhaltung an. „Dort oben möchte ich optimal düngen und auf Künstdünger vollständig verzichten,“ erklärte er. Nach seinen Berechnungen deckt er mit dem dort eingebrachten Mist den Nährstoffbedarf des Bodens zu etwa einem Drittel. Pro Hektar bringe er rund 40 Kubikmeter aus, das entspricht 20 Tonnen. Da der Mist nur zu bestimmten Zeiten verteilt wird, sei die Zwischenlagerung notwendig. Laut Auskunft des Landratsamtes Lörrach ist solche Lagerung für jeweils sechs Monate zulässig. Die Kreisbehörde führt dazu auch Betriebskontrollen durch.

Die Gemeinderäte interessierten sich vor allem für die Anfahrt, denn die Straße auf den Ossenberg ist auf eine Gesamtbelastung von 2,8 Tonnen begrenzt. Zwar nutzt Graf Fahrzeuge mit großvolumigen Landwirtschaftsreifen, die niedrigen Druck auf die Straße bringen, jedoch bleibt die Gesamtlast der Fahrzeuge von rund 20 Tonen bestehen. Er habe seine Mitarbeiter deshalb angewiesen, nur über Niederdossenbach auf den Ossenberg zu fahren. Ungeklärt blieb die Farge, wie für das aus den Misthalden abfließende Wasser der Einfluss ins Kanalnetz der Gemeinde vermieden werden kann.

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