Sportmix Gäste sind einen Tick besser

Das 1:0 für den EHC Freiburg. Jadon George (vorne) locht für die Wölfe ein.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Der EHC Freiburg musste am Freitagabend im zweiten Heimspiel der Saison mit einem Punkt zufrieden sein. Zwei Zähler nahmen die Ravensburg Towerstars mit, weil sie an diesem Abend in der erneut leeren Echte-Helden-Arena über weite Strecken das bessere Team waren. Am Ende setzten sich die Gäste mit 3:2 im Penaltyschießen durch.

Von Uli Nodler

Freiburg. Dass das erste Pflichtspiel der Saison zwischen Freiburg und Ravensburg nicht vergleichbar sein würde mit dem 7-1-Kantersieg des EHC in der Vorbereitung, dürfte allen Beteiligten schon im Vorfeld klar gewesen sein.

Allerdings wäre die Partie vielleicht anders verlaufen, wenn die Wölfe im ersten Drittel die sich bietenden Chancen besser genutzt hätten. So waren die Puzzlestädter mit dem 0:1-Rückstand nach 20 effektiven Spielminuten noch gut bedient. Während EHC-Goalie Ben Meisner nur selten geprüft wurde, avancierte sein Pendant Niklas Treutel in dieser Phase des Spiels zum besten Ravensburger.

Machtlos war Treutner allerdings in der 15. Minute, als der EHC sein erstes Überzahlspiel zur 1:0-Führung nutzte. Nach einer feinen Kombination musste Jordan George die abprallende Scheibe nur noch in den leeren Ravensburger Kasten schlenzen.

George bringt Freiburg in Führung

Im Mittelabschnitt wendete sich jedoch das Blatt. Ravensburg machte Druck, und die Wölfe hatten im eigenen Drittel alle Hände voll zu tun. Nachdem Mathieu Pompei in der 24. Minute noch allein vor Meisner gescheitert war, machte es James Bettauer wenige Minuten besser: Die Wölfe gingen im eigenen Drittel offensiv gegen den Puck führenden Gegner vor, aber Ravensburg gelang es, die Scheibe gekonnt über mehrere Stationen laufen zu lassen, ehe Bettauer sich in halblinker Position in perfekter Schussposition wiederfand und Meisner gezielt zum Ausgleich überwinden konnte.

Erst in den letzten Minuten des zweiten Spielabschnitts fand dann auch Freiburg wieder besser ins Spiel und kam seinerseits zu großen Chancen durch Gregory Saakyan, Jordan George und Simon Danner. Doch genau in diese wieder offensivere Phase der Breisgauer gelang Ravensburg die inzwischen verdiente 2:1-Führung: Einen sauberen Konter schloss Pompei nach schöner Vorlage von Andreas Driendl mit der Rückhand an Meisner vorbei ab.

In den Schlusssekunden des Mittedrittels hätte Bettauer in Überzahl sogar noch erhöhen können – beziehungsweise müssen. Doch der Puck fand nicht den Weg ins leere Tor und ließ Freiburg so die berechtigte Hoffnung auf eine Besserung im Schlussdrittel.

Gäste-Forechecking setzt den Wölfen zu

Auch im Schlussdrittel waren es die Gäste, die dem 3:1 näher schienen als Freiburg dem Ausgleich. Ravensburg spielte zunächst ein effektives Forechecking und verhinderte so gekonnt ein erfolgversprechendes Aufbau des EHCF.

In einer Phase, in der man als Heimmannschaft in normalen Zeiten umso mehr auf die Unterstützung von den Rängen angewiesen ist, brauchte es nun eine initiale Einzelaktion, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Und diese lieferte Jake Ustorf, der sich die Scheibe nach einem katastrophalen Ravensburger Querpass angelte, alleine auf Treutle zulief und eiskalt vollendete. Das geschah in der 52. Minute.

Der Ausgleich gab den Wölfen Auftrieb. Plötzlich stand Treutel wieder unter Beschuss. Erwartungsgemäß förderte dieser überraschende Ausgleich nochmal ungeahnte Kraftreserven an die Oberfläche, und so kam es in den letzten Minuten zu guten Möglichkeiten auf beiden Seiten des Eises. Da diese aber ungenutzt blieben, ging es in die Overtime.

Und in eben dieser neutralisierten sich die beiden Mannschaften im Spiel drei gegen drei über weite Strecken – ehe Simon Danner kurz vor Ende beinahe doch noch der Freiburger Siegtreffer gelungen wäre, er jedoch am bärenstarken Niklas Treutle scheiterte.

So musste letztlich der Shootout die Entscheidung über den Extrapunkt bringen. Nachdem hier die beiden Torhüter die ersten fünf Versuche allesamt zunichte gemacht hatten, war es James Bettauer, der Ben Meisner im Freiburger Kasten mit einem feinen Schlenzer über die Schulter überwand und den knappen, aber verdienten 3:2-Auswärtssieg der Towerstars aus Ravensburg sicherte.

Tore: 1:0 (15.) George (McKenzie, Danner) - 5:4, 1:1 (27.) Bettauer (Pompei, Driendl), 1:2 (38.) Pompei (Driendl), 2:2 (52.) Ustorf, 2:3 (65.) Bettauer - GWS. Strafzeiten: Freiburg 4, Ravensburg 6.

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