Sportmix Keller will PSV-Chefin werden

Die Oberbadische, 09.02.2018 20:40 Uhr

„Wir ziehen hier alle an einem Strang“, stellte Iris Keller, langjährige Vorsitzende des Reiterrings Oberrhein, zufrieden bei der jüngsten Hauptversammlung im „Maien“ in Ober-Eichsel fest. Sie zog zum abgelaufenen Jahr mit „vollem Programm“ eine erfolgreiche Bilanz.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden-Eichsel. Auch für das Jahr 2018 kündigte sie einen „vollen Kalender“ mit zahlreichen Turnieren und Lehrgängen an. „Das geht nur, wenn alle versuchen, etwas zu bewegen“, meinte Keller, die sich über einen Zuwachs um acht Mitglieder auf nunmehr 3796 in insgesamt 37 Vereinen freute. Und im Januar ist mit dem „Frech City“ in Karsau der 38. Verein aufgenommen worden.

Dass die Ring-Vorsitzende als Zugpferd bei den 2019 anstehenden Wahlen wieder für drei Jahre zur Chefin gewählt wird, steht außer Frage. Allerdings schielt die Müllheimerin bereits jetzt auch nach einem weiteren Posten. Keller kandidiert nämlich im nächsten Jahr für das Amt der Präsidentin des Südbadischen Pferdesportverbandes (PSV), dessen langjähriger Vorsitzender Hans-Jürgen Schnebel dann nicht mehr antreten will.

„Jawohl, der Verband ist an mich herangetreten und ich traue mir dieses Amt auch zu“, erklärte Keller. Martin Frenk, Geschäftsführer des PSV, würde es sehr begrüßen, wenn Iris Keller nächstes Jahr Präsidentin werden würde. Derzeit ist sie bereits als Mitglied der Landeskommission Baden-Württemberg sowie auch als Regiobeauftragte des Eurodistrictturniers tätig. „Der Reiterring bleibt aber mein Kind, da hängt mein Herzblut dran“, versicherte Keller.

In ihrem Rückblick erinnerte sie an zahlreiche Lehrgänge und Förderungen für den Nachwuchs. Kurse in Dressur, Springen und Vielseitigkeit waren stets stark nachgefragt und begehrt, weshalb dies auch in diesem Jahr ähnlich stark angeboten werden wird. Die ebenfalls angebotenen Theoriekurse für Kinder im Alter von sieben bis 18 Jahren sollen aber möglichst an verschiedenen Orten und auch in kleineren Reiterställen stattfinden, wünscht sich die Vorsitzende. Als besondere „Zuckerl“ waren vergangenes Jahr Besuche in der Tierklinik in Wehr mit dem Thema „Erste Hilfe am Pferd“ sowie eine Visite im Hofgut Albführen dabei.

Letztlich appellierte sie an die Vereine an das Abrufen von Fördergeldern. So gibt es vom Verband pro Veranstaltung, die sich dem Breitensport widmet, 250 Euro Zuschuss. Abgerufen haben dies die Clubs in Rümmingen, Kandern und Buggingen. „Es könnten aber deutlich mehr Vereine in den Fördergenuss durch die Gelder der Glücksspirale kommen“, so Keller.

Von wunderbaren Erfolgen bei zahlreichen Turnieren berichtete Sportwart Volker Trefzger. Ganz besonders stellte er die Ringmeisterschaft heraus, die, als richtiges Turnier veranstaltet mit Prüfungen in allen Kategorien bis zur Klasse M, doch Reiterring-weit einmalig sei. Gleichwohl hofft er, dass die Ringmeisterschaft künftig auch mal von anderen Vereinen als der RV Schopfheim organisiert wird. Indes gehen die Titelkämpfe 2018 vom 15. bis 18. September wieder im „Sengelen“ über die Bühne.

Ansonsten zeigte er sich natürlich stolz auf die beiden Aushängeschilder des Reiterrings, nämlich Hans-Dieter Dreher und Pia Reich. „Die sind auch international vielfach vorne dabei, das ist für den Reiterring eine tolle Sache“, ließ Trefzger wissen.

Bedauert wird, dass es wohl kein Eurodistrict-Turnier geben wird. Hans-Peter Wirbser wünschte sich ein größeres Angebot an Turnieren mit Fahrprüfungen. Fortgesetzt werden soll die Vergabe der Fairnesspreise.

 
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