Lörrach (lu). Erwartungsgemäß setzten die Favoriten dem Grüttlauf ihren Stempel auf. So siegten bei der 19. Auflage Omar Tareq (TuS Lörrach-Stetten) und Jeannine Kaskel (TV Bad Säckingen. Beide konnten indes nicht wie erhofft die Streckenrekorde knacken.

Kaskel verbuchte nach ihrem Erfolg in der Vorwoche beim Lauftag in Rheinfelden jetzt einen weiteren ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Sie hatte einen Vorsprung von 3:30 Minuten auf Celine Kaiser und eine weitere Minute auf Romina Spitzer (beide Turnerschaft Langenau).

Dagegen musste sich Omar Tareq schon mächtig strecken. Der 28-jährige Maurice Clavel vom schwäbischen AST Süßen bot ihm nämlich bravourös Paroli. In der ersten Runde lag er mit dem Favoriten noch gleichauf, und sogar auf Kurs Streckenrekord, den Felix Köhler (Bad Säckingen) im vergangenen Jahr mit einer Zeit von 31:51 Minuten aufgestellt hatte. Doch dann musste er dem hohen Tempo ein wenig Tribut zollen, hatte nach der zweiten und dritten Runde einen Abstand von etwa 50 Metern sowie letztlich im Ziel rund 60 Meter.

TuS-Athlet Tareq siegte in der Top-Zeit von 32:10 Minuten mit zwölf Sekunden Vorsprung auf Clavel. Dritter wurde mit einem Rückstand von gut einer Minute David Keller (LSV Basel). Kurz vor der vierten und letzten Runde hatte er den bis dahin auf Rang drei laufenden Michiel Zersenay (TV Riehen) überholt und ihm dann bis zum Ziel einige Sekunden abgenommen. Als Fünfter schließlich machte Vasilly Kraus von sich reden.

„Es war gut zu laufen, die Bedingungen waren beinahe optimal“, erklärte Frauen-Siegerin Jeaninne Kaskel. Die W35-Athletin hatte sich aber noch geärgert, da sie zunächst gedacht hatte, nicht unter der 37 Minuten-Marke geblieben zu sein. Letztlich stellte sich aber zu ihrer Freude heraus, dass sie in 36:58 Minuten durchs Ziel gelaufen war. Ein richtiger Schlussspurt machte es möglich. Sehr zufrieden zeigte sich auch der Zweitplatzierte im Männerfeld. Er, der vor drei Wochen erst Vater geworden ist und in Freiburg wohnt, nahm den Grüttlauf als willkommenes Training für die nächsten Triathlons, die er bestreiten will. „Das war eine schöne Standortbestimmung für mich, der Lauf hier hat ein super Flair“, lobte Clavel die Veranstaltung.