Steinen Der ganze Stolz der Hägelberger

„In der letzten Nacht konnte das Haus fertiggestellt werden“, freute sich Bürgermeister Gunther Braun beim Festakt am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus (DHG). Das neue Gebäude soll als wichtige Anlaufstelle der Begegnung und dem Sport dienen.

Steinen-Hägelberg (gpn). Die Spätsommersonne beleuchtete das Bauwerk, und in großer Zahl strömten die Gäste aus Steinen und Hägelberg sowie Vertreter der Firmen und maßgeblich am Projekt beteiligten Bürger in die Räumlichkeiten. Diese bestehen aus der Sporthalle mit großen Südfenstern sowie aus einem Nebenriegel mit Foyer, Ausgabeküche, Technik- und Lagerräumen, Duschen, Toiletten und Umkleiden sowie einem Raum für die Vereine – insgesamt fast 900 Quadratmeter Nutzfläche.

Musikalisch stimmte der Gesangverein Pfaffenberg auf den Festakt ein. Bürgermeister Gunther Braun ließ die Entstehung Revue passieren, würdigte mit einem Präsent das unermüdliche Engagement von Ortsvorsteherin Gabriele Kaiser-Bühler und dankte seinen Vorgängern Rainer König und Herbert Sturmböck, dem Gemeinderat sowie Hägelbergs ehemaligem Ortsvorsteher Hans-Georg Koger: „Solche Projekte kann man nur gemeinsam stemmen.“ Das DGH gehöre der Gesamtgemeinde Steinen, hob Gunther Braun hervor, und wünschte viele fröhliche Stunden.

Begleitet von einer Diaschau erinnerte Gabriele Kaiser-Bühler an den steinigen Weg des Projekts. Bevor der Entwurf von Planerin Sabine Braun in die Tat umgesetzt werden konnte, hatte es bereits zahlreiche Anstrengungen gegeben, wie zum Beispiel den ersten Versuch zur Gründung eines Hallenbaufördervereins im Jahr 1979, der dann 1997 mit seinem Vorsitzenden Walter Eggart offiziell aus der Taufe gehoben wurde.

Mit Baukosten von knapp unter zwei Millionen Euro erhebt sich der Stolz der Hägelberger nun südlich des Sportplatzes. Realisiert werden konnte das Gebäude auch dank Fördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum von knapp 385 000 Euro, dank der 150 000 Euro, die der Hallenbauförderverein, Krankenpflegeverein und TV Hägelberg beigesteuert haben sowie nicht zuletzt dank der bisher geleisteten rund 2200 Stunden an ehrenamtlichen Eigenleistungen.

Für Planung und Bauleitung verantwortlich war das Architekturbüro Herzog aus Lörrach. „Das ist einer reiner Holzbau“, sagte Ingo Herzog, bei der Farbgebung habe man sich am Holz und dessen Farbentwicklung orientiert. Sabine Braun ging auf die Bauzeit ein, in der es einige Stürme und Unwetter gab, aber glücklicherweise habe es dadurch keine Beeinträchtigungen gegeben. Hans-Georg Koger überreichte eine Spende und dachte zurück an die Zeit vor 30 Jahren, als er noch mit dem Pflug den Boden bearbeitet hat, auf dem heute das DGH steht: „Damals gehörte dieses Feld Familie Sänger, die es für den Bau des Sportplatzes günstig an die Gemeinde verkaufte.“

Beste Wünsche überbrachten auch Frank Passenheim, der letzte Vorsitzende des Hallenbaufördervereins, Markus Otto von den Eigenleistern, Manfred Ruf und Claudia Merkt von der Energie aus Bürgerhand sowie Weitenaus stellvertretende Ortsvorsteherin Ulrike Mölbert. Auch Landrätin Marion Dammann wünschte alles Gute.

Auf der Bühne geehrt wurde dann die Hälfte der 100 ehrenamtlichen Helfern, allen voran „die fantastischen Vier“ Dieter und Florian Trinler sowie Markus Otto und Manfred Boos. Als Höhepunkt durchschnitt Gabriele Kaiser-Bühler mit Gunther Braun, Ingo Herzog und Sabine Braun sowie Vertretern von Ortschaftsrat, Feuerwehr und Vereinen feierlich das Band zur Eröffnung.

Die erste „Turnstunde“ fand gleich statt: Eine Herrenriege des TV begeisterte mit der Darbietung eines leuchtenden Keulenreigens, der erstmals 1932 im Verein vorgeführt worden war. Anschließend ging man zum gemütlichen Teil über.

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