Steinen DHL-Packstation bei der Diskothek

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Hinter dem Eingang der Diskothek in Steinen soll eine DHL-Packstation eingerichtet werden. Foto: Harald Pflüger

Zügig und mit großer Übereinstimmung der Steinener Räte wurde die jüngste Bau- und Umweltausschusssitzung unter Leitung von Bürgermeister Gunther Braun durchgeführt.

Steinen (ger). Zahlreiche Bauvorhaben standen auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses. In Schlächtenhaus plant ein Bauherr zur Optimierung der Wohnnutzung den Umbau seines unter Denkmalschutz stehenden Hauses. Dabei soll es bei einer Wohneinheit bleiben. Ortsvorsteherin Almut Steyer sagte, dass der Ortschaftsrat keine Einwände gehabt habe. Der Bauantrag wurde von den Gemeinderäten befürwortet.

Diskussionsbedarf wegen Unklarheiten

Diskussionsbedarf wegen bestehender Unklarheiten gab es beim Bauantrag zum Neubau eines Zweifamilienwohnhauses in Hüsingen. Hier soll ein Zweifamilienhaus mit angegliederter Doppelgarage errichtet werden. Der Standort und die Bauweise wurden bereits im Rahmen einer Bauvoranfrage geklärt. Die Erschließung soll über den Rinnbergweg in Richtung Feuerwehrgasse erfolgen. Für die Wohnanlage würden vier Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, den Bauantrag vorbehaltlich des Abschlusses eines Erschließungsvertrages zu genehmigen.

Rat fordert Einblick in Erschließungsvertrag

Gemeinderat Rainer Eiche (SPD) und Rainer Dürr (Gemeinschaft für ein lebenswertes Dorf) hakten nach und wollten, dass der Gemeinderat Einblick in den Erschließungsvertrag erhält. Auch interessierten sie die der Gemeinde entstehenden Kosten für die Ertüchtigung des Rinnbergweges. Rudolf Steck (SPD) erkundigte sich nach einem möglichen späteren Ausbau der Straße und verlangte ebenfalls die Vorlage des Vertrags. Einstimmig folgten die Räte dem Vorschlag der Verwaltung, die Baufreigabe erst nach Abschluss eines Erschließungsvertrags.

Gesprächsbedarf bestand ebenfalls hinsichtlich des geplanten Neubaus von zwei Mehrfamilienwohnhäusern mit 22 Wohneinheiten mit Tiefgaragen im Bebauungsplangebiet „Alte Weberei“. Hier wird die südliche Baugrenze durch die Tiefgarage um mehr als fünf Meter überschritten. Laut Beschlussvorschlag der Verwaltung ist die Abweichung städtebaulich vertretbar, da die Grundzüge der Planung nicht berührt würden. Die Mehrfamilienhäuser umfassen vier Vollgeschosse und erhalten begrünte Flachdächer. Durch die Abweichung sei es möglich, den erforderlichen Stellplatznachweis zu erbringen. Die Fragen der Gemeinderäte betrafen die Größe des geplanten Spielplatzes und die Begrünung des Grundstücks. Patrik Riester vom Bauamt teilte mit, dass die letztendliche Entscheidung über die Spielplatzgröße vom Eigentümer im Rahmen einer Gemeinschaftslösung erfolgen wird.

Verkehrssicherung: Bäume gefällt

Bürgermeister Braun teilte in diesem Zusammenhang mit, dass auf dem privaten Nachbargrundstück aus Verkehrssicherungsgründen Bäume gefällt wurden. Ein Baumgutachter habe zudem festgestellt, dass die Bäume krank waren. Die Gemeinde war helfend zur Hand, weil so der Baubeginn erleichtert werden sollte. Die Gemeinde werde jedoch einige Bäume in diesen Grünstreifen wieder „reinpacken“. Braun sagte: „Das war eine Privatsache, die Bäume gehören ins Privateigentum.“ Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wurde von den Räten einstimmig angenommen.

Gebäudeabriss und Neubau

Auch beim Bauantrag zum Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses mit elf Wohneinheiten in der Schlossstraße im Bebauungsplangebiet „Lange Hintere Neumatt“ herrschte Diskussionsbedarf. Der Antragsteller will das bestehende Gebäude auf dem Grundstück beseitigen und ein Mehrfamilienhaus mit drei Geschossen und einem Attikageschoss mit Flachdachkonstruktion nebst Tiefgarage errichten. Allerdings hatte sich herausgestellt, dass die im Bebauungsplan festgesetzte Geschossflächenzahl um 20 Prozent überschritten wird. Laut Verwaltung ist jedoch keine städtebauliche Auswirkung zu befürchten, da die Gebäudehöhen der Nachbargrundstücke teilweise sogar darüber liegen. Hinsichtlich des großen Baumbestands erfolgt eine direkte Abstimmung mit der Naturschutzbehörde im Landratsamt Lörrach.

Wir wollen die Bäume möglichst erhalten

Braun meinte: „Wir wollen die Bäume, die da stehen, möglichst erhalten. Es ist uns wichtig, Neuanpflanzungen vorzunehmen und die Einfahrt zur Schlossstraße nicht als Betonwüste oder als Parkplatz darzustellen.“ Rainer Dürr forderte, das Thema „Kleinklima im Dorf“ im Blick zu behalten. Die Räte votierten bei einer Enthaltung (Gudrun Roser, CDU) für die Annahme des Bauantrages. In der Siemensstraße wird ferner eine kleiner Teilbereich einer gewerblich genutzten Halle aufgestockt, um dort Büroräume für den dortigen Gartenbaubetrieb einrichten zu können.

Auch erhält Steinen eine DHL-Packstation in der Siemensstraße, und zwar hinter dem Eingang des Clubs Mazepan.

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